| mit Regenschirm im regnerischen Regenwald |
Wir haben uns vom Norden Queenslands gemütlich ein kleines Stück gen Süden bewegt. Nach 5 Wochen Tour und 8000km Strecke wurde es Zeit, unser tapferes Wägelchen zur Kontrolle beim Doktor vorzustellen - kerngesund der Kleine. Somit konnten wir uns bedenkenlos der spannenden Strecke vom Regenwaldnationalpark in Richtung Cairns widmen. Serpentinen haben die hier - da kommt man mehr als einmal in die Versuchung sich sein Frühstück nochmal angucken zu wollen :) Tobi findet's supi - er darf ja fahren :)
Auf dem Weg machten wir Halt im Bergdorf Kuranda. Ein Hoch auf die Frühaufsteher! Ab etwa um 10 fallen über den kleinen Ort nämlich Scharen von Touristen her und wollen konsumieren. Wir waren schon um 8 da und hatten einen sehr gemütlichen Kaffee in einem noch verschlafenen Regenwalddorf. Danach haben wir uns schnell vom Acker gemacht, um uns die großen Barron Wasserfälle anzugucken. Die sind in der Regensaison sicher noch fetziger, aber ganz so schlecht waren sie auch im halbtrockenen Zustand nicht.
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| sieht 'n bisschen aus wie Spaghetti auf'm Berg |
Anschließend haben wir uns noch einmal kurz zurück ins Dorf gewagt, durch die Touristenhaufen geschaufelt und eine gute deutsche Bratwurst gemampft. Dabei haben wir übrigens ein texanisches Pärchen kennengelernt, welches gerade auf Australien- und Neuseelandtour ist. Ihren ganzen Jahresurlaub haben sie dafür geopfert. Jahaa... die kompletten 10 Tage!!! Da ist uns erstmal die Kinnlade runtergefallen. In Amerika gibt es keine Mindestgrenze für Urlaubstage, was bedeutet, dass man vor allem in den Niedriglohnjobs auch häufig gar keinen Urlaub hat! Wie gut wir's doch eigentlich haben...
Cairns haben wir wenig später auch einen Besuch abgestattet und konnten die Begeisterung anderer für diese Stadt gar nicht so recht verstehen. Vielleicht sind wir etwas verwöhnt oder haben einfach nur die falschen Ecken gesehen :) Jedenfalls sind wir schnell weiter - zurück in die Wildnis :)
Dabei haben wir den Walsh Pyramidenberg passiert. Ein knapp 1000m hoher Berg, der frei steht und damit einer der höchsten freistehen Berge auf der Welt ist :) Hochgewandert sind wir aber nicht.
| die Walsh Pyramide von Ferne |
Stattdessen ging's weiter bis Babinda - eine kleine Stadt, die sich damit rühmt, die regenreichste Australiens zu sein... hat sich extra für uns auch von ihrer nassesten Seite gezeigt. Eingerahmt wird das Örtchen von den zwei höchsten Bergen Queenslands, die mit bis zu 12m Regen pro Jahr ebenfalls rekordverdächtig sind. Jedenfalls gab's um Babinda wieder einen hübschen Nationalpark, dessen Attraktionen via Wanderweg erkundet wurden. Die 'Boulders' und die 'Josephine' Wasserfälle waren kleine Highlights. Eigentlich wieder "nur" Wasserfälle bzw. ein Fluss, aber es ist ja doch immer wieder ein wenig anders und der Weg durch den Regenwald ist jedes Mal einmalig. Heute morgen sind wir kurz nach Sonnenaufgang losgestiefelt, der Regen hatte gerade erst aufgehört und außer uns hat sich noch niemand auf den Weg gemacht. Fetzt! :) Ich könnt jetzt wieder losschmachten, aber ich soll nicht immer so übertreiben wurde mir gesagt :)
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| Kurvenlianen gibt's... |
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| ... und zickzack-Bäume |
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| Märchenwald |
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| die Josephine Falls |
Das eigentliche Highlight neben all den tollen Wasserfällen und Dschungelwegen folgte vorgestern an der Etty Bucht. Der sagenumwobene Kasuar, den wir neben einigen anderen Wildtieren auch schon fast für eine fixe Idee der Australier gehalten hätten, um Touristen anzulocken... der Kasuar jedenfalls hat sich heut tatsächlich gezeigt. Kleiner Strandspaziergang und Maria ningelt schon, dass sie das Vieh jetzt endlich sehen will und als wären die Bitten erhört wurden, stapft er plötzlich aus'm Wald auf'n Strand. Und dann stapft er da so lang und mumbelt ganz unbekümmert seine Samen, stapft weiter, mumbelt weiter und wir immer hinterher und fleißig Fotos gemacht.
| der Kasuar |
Die Figur des flugunfähigen Federtiers (dessen Federn eher wie Fell aussehen) ist recht witzig: irgendwie gedrungen, zumindest solange er auf dem Boden rumpickt, und mit dicken, zu kurz scheinenden Beinen, dazu der große blau-rote Kopf, der ein bisschen so wirkt, als wäre er aus 'nem Comic.
| der Kasuar von hinten |
Lang machen kann sich der Piepmatz aber auch und wirkt, zu voller Größe aufgestellt, wirklich einschüchternd.
| der Kasuar in voller Größe |
Aber zu uns war er ganz lieb, ist mit seinen Dino-ähnlichen Riesenfüßen über'n Strand gewandert und hat zwei Italienern die Banane aus der unbeaufsichtigten Picknicktüte geklaut. So kann's gehen :)
| der Kasuar beim Banane klauen |
Vor unserem Auto hat er für die Kamera extra kurz posiert :)
14.07. Paronella Park, benannt nach José Paronella. Der Spanier hat sich 1930 seinen größten Traum erfüllt und sich sein eigenes kleines begrüntes Märchenschloss inklusive 5 Hektar Park geschaffen - in Eigenregie und von Hand! Jahrelange harte Arbeit haben sich gelohnt, und wer mal ganz romantisch heiraten will und den Klosterpark nicht gut genug findet, der kommt hierher :) Obwohl die Anlage durch Fluten und Zyklone stark gelitten hat, ist sie weiterhin für Touristen geöffnet und hat trotz sichtbarer Schäden keinesfalls an Charme eingebüßt. Man fühlt sich wie in eine längst vergangene Zeit versetzt und das im so jungen Australien. Statt mir hier die Finger an Beschreibungen wund zu tippen ist es aber sicher besser, euch einfach die Bilder zu zeigen :)
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| Schildis gab's auch im Park. Und Aale. ... finde den Aal :) |
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| Flughunde beim Mittagsschlaf |
Und nun geht's wieder wandern und immer fleißg weiter gen Süden. Heute erfuhren wir, dass in Sydney grad mollige unter 10°C herrschen... Wir werden uns wohl ganz viel Zeit lassen auf'm Weg nach unten :)
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| ok... 1. der schläft nur und 2. wir waren das nicht! |
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| der war putzmunter |













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