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Donnerstag, 14. Februar 2013
Känguru Bommel
Wir verbrachten ein paar wirklich entspannte Tage in Albany, beobachteten Pelikanschwärme, Lydi hat bei einem Tauchgang ihren ersten Hai ! gesichtet (einen Teppichhai) und wir haben uns an tollen Stränden die Sonne auf die Plautze plautzen lassen.
Am 4.2. ging's schließlich los - es erwarteten uns ca. 400km Fahrt auf denen es recht wenig zu sehen gab. Wir legten einen Zwischenstop am Bremer Bay ein. Dort treffen sich Bremer River und das Meer. Dank des niedrigen Wasserstandes trafen sie sich am Tage unseres Treffens allerdings nicht und boten uns stattdessen 300m Sandstrand an dessen linker Seite der Fluss winkte und an dessen rechtem Ende das Meer wartete. Seht nachher einfach selbst :)
5.2. Wir fuhren weiter. Und fuhren... und fuhren... und fuhren... bis wir schließlich Esperance erreicht hatten. Eine Geisterstadt, denn irgendwie hatten sämtliche Einwohner und Besucher beschlossen, sich bei unserer Ankunft zu verstecken. Die Straßen waren so leer wie unser Tank. Wahrscheinlich aber waren alle einfach bei dem kurz zuvor gelöschten Buschfeuer in der Nähe - gaffen. Oder helfen. Das wäre löblich :) Nun. Zum Weiterfahren konnte uns erstmal nüscht mehr bewegen, also schlugen wir unsere Lager für jene Nacht auf dem zentrumsnahen Campingplatz auf. Damit verliehen wir der Stadt auch gleich ein bisschen mehr Leben :)
6.2. Deutsche Pünktlichkeit! Schlübber an, Hose hoch, Kaffee und Abfahrt! :)
Es ging zum Cape Le Grand Nationalpark, in der Stadt war nämlich immernoch nüscht los... wobei... verglichen mit den Outback-Städten, die wir schon gesehen hatten, glich Esperance doch eher einer Weltmetropole... ungefähr so wie.. Bodenbach und Berlin :)
Weitere 50km gen Osten und wir sollten einen idyllischen Campingplatz in unmittelbarer Strandnähe erreichen. So war es auch. Der Sand war wie Mehl und obwohl wir nun schon so viele weiße Strände gesehen hatten, war dieser doch nochmal eine ganze Ecke geiler. Nicht umsonst hat er den Titel, der weißeste Australiens zu sein. Das Meer war azurtürkisirgendwasblau (umwerfend auf alle Fälle) und verlor erstaunlicherweise selbst dann seine Farbe nicht, wenn es nur noch 5cm hoch über den Strand plätscherte. Und keine Menschenseele da. Herrlich :) Wir waren also erstmal faul und genossen die Landschaft.
Am Folgetag (na... einige werden's schon errraten haben... richtig... der 7.2.) haben wir uns den Nationalpark etwas genauer angeschaut. Wir waren wieder wandern. Diesmal ging es auf den 262m hohen Frenchman Peak. Der Anstiegswinkel war steil. Ich hätte auf senkrecht getippt, aber das war wohl nur mein ganz persönliches Empfinden. Oben gab es eine tolle, tolle Aussicht (muss ja, wenn rundrum alles flach is :) ). Außerdem gab es eine Höhle genau auf der Spitze, die, von Ferne betrachtet, aussah, als würde sie jeden Moment abstürzen. Wir waren alle mutig und sind bis zur Gipfelflagge hochgekrackselt. Und dann ging's wieder runter. Nächster Stop - Hellfire Bay. Gleicher blendend weißer Sand mit gleichem türkisdings Meer und diesmal noch Granitfelsen links und rechts. Tobi und ich haben mal wieder ein Angelversuch gestartet. Vielleicht sollten wir mal doch lieber über Briefmarkensammeln nachdenken... :)
8.2. Lucky Bay
Der nächste Tag, die nächste malerische Bucht. Leider fanden nicht nur wir die Bucht malerisch, was unsere fast schon zur Selbstverständlichkeit gewordene Ruhe aber nur gering störte. Wir sind ja schon tolerant diesen Touristen gegenüber und so... :)
Tobi und ich waren Schnorcheln, Lydi im Schatten des Sonnenschirms den Strand beobachten (mit Augen zu, schlafend...). Vorher sind wir alle fein in die großen Wellen gehüpft und danach... jahahaha... danahach... haben wir Kängurus gestreichelt! :) Die vielen Touristen haben die flauschigen Hüpfer irgendwie so zahm bekommen, dass man sie sogar tätscheln kann. Und auch ein paar lustige Fotos kann man machen. Manchmal machen die Kängurus Faxen und laufen weg, wenn man sie streicheln will. Dann entstehen auch tolle Fotos. :) Besonders fotogen war das Weihnachtskänguru. Weihnachtskänguru deswegen, weil sein Sack so groß war wie der vom Weihnachtsmann. Tobi hat ihn liebevoll "Bommel" getauft :)
9.2. Wir hatten den Rückweg angetreten, denn Lydi wollte wieder tauchen gehen. Diesmal lief es leider etwas... sagen wir... unorganisiert ab, aber immerhin war ihr Tauchpartner ein ganz Netter und die beiden hatten Kekse und Tee am Strand und Lydi durfte sich spannende Geschichten anhören über Tauchen, Skydive, Rafting und Wüstenfahrten... Und dann gab's schon Ahmdbrohd :)
10.2. Ab ins Auto und die nächsten 400km fahren. Gen Norden. Ziel: Kalgoorlie-Boulder.
Es handelt sich hier um eine Goldminenstadt, genauer gesagt zwei Städte, die eine Gemeinschaft bilden (so wie Dessau-Roßlau - nur heißer... und reicher... und interessanter... und mit niedrigerem Altersdurchschnitt). An diesem Tag reichte es aber für uns nur noch zum Ahmdbrohd...
11.2. Das volle Touri-Programm
Zuerst bestaunten wir die historische Stadthalle, mit ihrer Geschichte und dem Theater. Dann haben wir uns ein kleines güldenes Souvenir gegönnt, um danach gleich zur Besichtigung der großen Trucks weiterzudüsen. Die sind riiiieeesig!!!
Und dann ging's zur Superpit - die gigantische, erst 20 Jahre alte Tagebaugoldgrube, aus der jeden Tag tonnenweise Geröll gefahren wird, um hier und da Gold zu finden. Erstaunlicherweise - selbst nach über 100 Jahren Abbau - immernoch so viel, dass sich der ganze Aufwand rundherum noch lohnt (auch und vor allem wohl finanziell gesehen). Auf jeder 220-Tonnen-Ladung EINES! Trucks findet man gerademal ein münzengroßes Stückchen Gold (also nicht wirklich am Stück, sondern erst wenn alles geschreddert, gespült und geschmolzen wurde). Die Ausmaße der Grube belaufen sich inzwischen auf ca. 3,1km Länge, 1,5km Breite und 330m Tiefe, was das ganze Gebilde selbst aus dem Weltraum erkennbar macht.
Und als ob die Riesengrube nicht schon spannend genug gewesen wäre, konnten wir an diesem Tag sogar noch einer Sprengung beiwohnen. Aus sicherer Entfernung natürlich, was das Geschehen aber nicht minder spektakulär machte :)
Danach haben wir noch eine Tour beim Royal Flying Docor Service gemacht - das sind die fliegenden Ärzte, die sich um die schwer erreichbaren Regionen (davon gibt's hier ja 'n paar) kümmern. Im Übrigen werden die gar nicht so unwesentlich von Deutschland unterstützt :)
Das war für diesen Tag der letzte Akt. Es folgte das Ahmdbrohd und die wohlverdiente, gefühlte 840Grad heiße Nachtruhe. Wie sehnten wir uns jetzt nach den kühleren Küstenregionen...
12.2. Wir traten die Heimfahrt an... fuhren fuhren fuhren... Ahmdbrohd... schliefen... schwupp
13.2. fuhren fuhren fuhren... Zwischenstop Northam - recht unspektakulär, obwohl es anders angepriesen wurde... das machen die hier ständig - erzählen, wie viel es zu sehen gibt und wie toll es ist und die Geschichte... ach ja... die Geschichte... dann fällt denen auf, dass wir aus Europa kommen und sie nehmen zumindest das mit der langen Geschichte zurück, der Rest bleibt aber immernoch toll und unbedingt sehenswert... und am Ende... stehste an 'nem muffigen Fluß über den 'ne schnöde Brücke führt, die aber schon auch die längste und schönste und beste ist... hier... in dem Ort... an der Stelle... naja...
Wohlbehalten kamen wir jedenfalls wieder in Perth an und jetzt sind wir noch ein bisschen faul, tauschen Fotos und andere lustige elektronische Daten und morgen (Freitag) will die Lydi uns doch tatsächlich schon wieder verlassen, weil die Uni wohl wichtiger wäre... ts... :)
Am 4.2. ging's schließlich los - es erwarteten uns ca. 400km Fahrt auf denen es recht wenig zu sehen gab. Wir legten einen Zwischenstop am Bremer Bay ein. Dort treffen sich Bremer River und das Meer. Dank des niedrigen Wasserstandes trafen sie sich am Tage unseres Treffens allerdings nicht und boten uns stattdessen 300m Sandstrand an dessen linker Seite der Fluss winkte und an dessen rechtem Ende das Meer wartete. Seht nachher einfach selbst :)
5.2. Wir fuhren weiter. Und fuhren... und fuhren... und fuhren... bis wir schließlich Esperance erreicht hatten. Eine Geisterstadt, denn irgendwie hatten sämtliche Einwohner und Besucher beschlossen, sich bei unserer Ankunft zu verstecken. Die Straßen waren so leer wie unser Tank. Wahrscheinlich aber waren alle einfach bei dem kurz zuvor gelöschten Buschfeuer in der Nähe - gaffen. Oder helfen. Das wäre löblich :) Nun. Zum Weiterfahren konnte uns erstmal nüscht mehr bewegen, also schlugen wir unsere Lager für jene Nacht auf dem zentrumsnahen Campingplatz auf. Damit verliehen wir der Stadt auch gleich ein bisschen mehr Leben :)
6.2. Deutsche Pünktlichkeit! Schlübber an, Hose hoch, Kaffee und Abfahrt! :)
Es ging zum Cape Le Grand Nationalpark, in der Stadt war nämlich immernoch nüscht los... wobei... verglichen mit den Outback-Städten, die wir schon gesehen hatten, glich Esperance doch eher einer Weltmetropole... ungefähr so wie.. Bodenbach und Berlin :)
Weitere 50km gen Osten und wir sollten einen idyllischen Campingplatz in unmittelbarer Strandnähe erreichen. So war es auch. Der Sand war wie Mehl und obwohl wir nun schon so viele weiße Strände gesehen hatten, war dieser doch nochmal eine ganze Ecke geiler. Nicht umsonst hat er den Titel, der weißeste Australiens zu sein. Das Meer war azurtürkisirgendwasblau (umwerfend auf alle Fälle) und verlor erstaunlicherweise selbst dann seine Farbe nicht, wenn es nur noch 5cm hoch über den Strand plätscherte. Und keine Menschenseele da. Herrlich :) Wir waren also erstmal faul und genossen die Landschaft.
Am Folgetag (na... einige werden's schon errraten haben... richtig... der 7.2.) haben wir uns den Nationalpark etwas genauer angeschaut. Wir waren wieder wandern. Diesmal ging es auf den 262m hohen Frenchman Peak. Der Anstiegswinkel war steil. Ich hätte auf senkrecht getippt, aber das war wohl nur mein ganz persönliches Empfinden. Oben gab es eine tolle, tolle Aussicht (muss ja, wenn rundrum alles flach is :) ). Außerdem gab es eine Höhle genau auf der Spitze, die, von Ferne betrachtet, aussah, als würde sie jeden Moment abstürzen. Wir waren alle mutig und sind bis zur Gipfelflagge hochgekrackselt. Und dann ging's wieder runter. Nächster Stop - Hellfire Bay. Gleicher blendend weißer Sand mit gleichem türkisdings Meer und diesmal noch Granitfelsen links und rechts. Tobi und ich haben mal wieder ein Angelversuch gestartet. Vielleicht sollten wir mal doch lieber über Briefmarkensammeln nachdenken... :)
8.2. Lucky Bay
Der nächste Tag, die nächste malerische Bucht. Leider fanden nicht nur wir die Bucht malerisch, was unsere fast schon zur Selbstverständlichkeit gewordene Ruhe aber nur gering störte. Wir sind ja schon tolerant diesen Touristen gegenüber und so... :)
Tobi und ich waren Schnorcheln, Lydi im Schatten des Sonnenschirms den Strand beobachten (mit Augen zu, schlafend...). Vorher sind wir alle fein in die großen Wellen gehüpft und danach... jahahaha... danahach... haben wir Kängurus gestreichelt! :) Die vielen Touristen haben die flauschigen Hüpfer irgendwie so zahm bekommen, dass man sie sogar tätscheln kann. Und auch ein paar lustige Fotos kann man machen. Manchmal machen die Kängurus Faxen und laufen weg, wenn man sie streicheln will. Dann entstehen auch tolle Fotos. :) Besonders fotogen war das Weihnachtskänguru. Weihnachtskänguru deswegen, weil sein Sack so groß war wie der vom Weihnachtsmann. Tobi hat ihn liebevoll "Bommel" getauft :)
9.2. Wir hatten den Rückweg angetreten, denn Lydi wollte wieder tauchen gehen. Diesmal lief es leider etwas... sagen wir... unorganisiert ab, aber immerhin war ihr Tauchpartner ein ganz Netter und die beiden hatten Kekse und Tee am Strand und Lydi durfte sich spannende Geschichten anhören über Tauchen, Skydive, Rafting und Wüstenfahrten... Und dann gab's schon Ahmdbrohd :)
10.2. Ab ins Auto und die nächsten 400km fahren. Gen Norden. Ziel: Kalgoorlie-Boulder.
Es handelt sich hier um eine Goldminenstadt, genauer gesagt zwei Städte, die eine Gemeinschaft bilden (so wie Dessau-Roßlau - nur heißer... und reicher... und interessanter... und mit niedrigerem Altersdurchschnitt). An diesem Tag reichte es aber für uns nur noch zum Ahmdbrohd...
11.2. Das volle Touri-Programm
Zuerst bestaunten wir die historische Stadthalle, mit ihrer Geschichte und dem Theater. Dann haben wir uns ein kleines güldenes Souvenir gegönnt, um danach gleich zur Besichtigung der großen Trucks weiterzudüsen. Die sind riiiieeesig!!!
Und dann ging's zur Superpit - die gigantische, erst 20 Jahre alte Tagebaugoldgrube, aus der jeden Tag tonnenweise Geröll gefahren wird, um hier und da Gold zu finden. Erstaunlicherweise - selbst nach über 100 Jahren Abbau - immernoch so viel, dass sich der ganze Aufwand rundherum noch lohnt (auch und vor allem wohl finanziell gesehen). Auf jeder 220-Tonnen-Ladung EINES! Trucks findet man gerademal ein münzengroßes Stückchen Gold (also nicht wirklich am Stück, sondern erst wenn alles geschreddert, gespült und geschmolzen wurde). Die Ausmaße der Grube belaufen sich inzwischen auf ca. 3,1km Länge, 1,5km Breite und 330m Tiefe, was das ganze Gebilde selbst aus dem Weltraum erkennbar macht.
Und als ob die Riesengrube nicht schon spannend genug gewesen wäre, konnten wir an diesem Tag sogar noch einer Sprengung beiwohnen. Aus sicherer Entfernung natürlich, was das Geschehen aber nicht minder spektakulär machte :)
Danach haben wir noch eine Tour beim Royal Flying Docor Service gemacht - das sind die fliegenden Ärzte, die sich um die schwer erreichbaren Regionen (davon gibt's hier ja 'n paar) kümmern. Im Übrigen werden die gar nicht so unwesentlich von Deutschland unterstützt :)
Das war für diesen Tag der letzte Akt. Es folgte das Ahmdbrohd und die wohlverdiente, gefühlte 840Grad heiße Nachtruhe. Wie sehnten wir uns jetzt nach den kühleren Küstenregionen...
12.2. Wir traten die Heimfahrt an... fuhren fuhren fuhren... Ahmdbrohd... schliefen... schwupp
13.2. fuhren fuhren fuhren... Zwischenstop Northam - recht unspektakulär, obwohl es anders angepriesen wurde... das machen die hier ständig - erzählen, wie viel es zu sehen gibt und wie toll es ist und die Geschichte... ach ja... die Geschichte... dann fällt denen auf, dass wir aus Europa kommen und sie nehmen zumindest das mit der langen Geschichte zurück, der Rest bleibt aber immernoch toll und unbedingt sehenswert... und am Ende... stehste an 'nem muffigen Fluß über den 'ne schnöde Brücke führt, die aber schon auch die längste und schönste und beste ist... hier... in dem Ort... an der Stelle... naja...
Wohlbehalten kamen wir jedenfalls wieder in Perth an und jetzt sind wir noch ein bisschen faul, tauschen Fotos und andere lustige elektronische Daten und morgen (Freitag) will die Lydi uns doch tatsächlich schon wieder verlassen, weil die Uni wohl wichtiger wäre... ts... :)
Samstag, 2. Februar 2013
Freitag, 1. Februar 2013
Liebes Tagebuch...
Liebes Tagebuch,
wir waren wandern... schon wieder... es wird aber jedesmal schöner. Ehrlich! :)
Am 26.1. ging es zum Bicentennial Tree. Ein über 60m hoher Karri-Baum (Eukalyptus), der fein säuberlich präpariert wurde, um Buschbrände schneller lokalisieren zu können. Dafür schlug man spiralförmig nach oben gehend etwa 1m lange Eisenstangen in den Stamm, welche quasi als Leiter dienen, um auf die Plattformen in 25m und 60m Höhe zu gelangen. Angesichts des sonst so sicherheitsbedachten Australiens grenzt es an ein Wunder, dass der Aufstieg auf dieses Bäumchen noch immer für Alles und Jeden gestattet ist. Denn außer einem kleinen Maschendrahtzäunchen als Randabsturzsicherung gibt es keinerlei Sicherheitsvorkehrungen. Man könnte also lockerflockig durch den fast 1m großen Abstand zwischen den Eisennägeln flutschen, um sogleich auf dem Boden zu zerstauben. Gegen diese waghalsige Unternehmung hatte ich mich also direkt zu Beginn entschieden, was Tobi und Lydi aber vom Aufstieg nicht abhielt. Die Aussicht war grandios und Belohnung genug, um in diese schwindelerregenden Höhe zu stiefeln. Die Hose voll hatten aber dennoch beide ein bisschen :)
Nächster Stop am gleichen Tag war der Mandalay Beach... wieder ein Strand... wieder ein sehr schöner Strand. Strahlend weißer Sand, türkises Wasser mit tollen Wellen und rechterhand erneut spannende Felsformationen, rundgelutscht vom Meer. Und hätten wir uns bei Ebbe dahin bewegt, hätten wir sogar noch ein im Jahre 1911 schiffbrüchiges Wrack bewundern können. Naja... haben wir aber nicht. Stattdessen hatten wir dann Letscho mit Reis, gekocht von Lydi :)
27.1. - Wandern im Wald
Wir machten uns pünktlich morgens halb 11 auf den Weg zur nächsten Holzattraktion - der Giant Tingle Tree. Auch dieser lustige Gesell ist ein Eukalyptus und hat einen stattlichen Durchmesser von 8m erreicht. Zugegeben, wir persönlich würden diesen "Durchmesser" nicht unterschreiben, denn innen ist das Ding ziemlich hohl, auch wenn's oben noch fleißig weiter vor sich hin grünt. Jedenfalls laßen wir (zur Verteidigung unseres borkigen Freundes) aber später, dass die Bäume alle so aussehen. Denn Pilze, Insekten und Buschbrände sorgen in gutem Zusammenspiel dafür, dass der Gute jegliche überflüssige Pfunde verliert. Durchmesser hin oder her... Danach ging's in das Tal der Giganten, oder auf Englisch "Valley of the Giants". Da gab's noch mehr von diesen größenwahnsinnigen Blattsoldaten und sogar eine Art metallenes Hängebrückensystem, mit dem Namen "Tree Top Walk". Höchster Punkt - 40m. Sah von unten gar nicht so hoch aus. Ehrlich... Die Aussicht haben Tobi und Lydi wieder sehr genossen. Bisschen wackelig war's, aber sonst ganz nett. Diesmal gab's auch ein richtiges Geländer :)
Angekommen sind wir dann abends noch in Denmark, ein beschauliches Örtchen in einer - hurra - Wein- und Feinschmeckerregion :) Deswegen sind wir am
28.1. auch gleich in die Toffee und Honig Factory gefahren und haben allerlei Leckereien gemampft.
Auch zur William Bucht sind wir gefahren. Dort gab es den Greens Pool zu bestaunen. Green ist hier allerdings keine besonders schmeichelnde Farbbeschreibung, denn eigentlich war das Meer wieder wunderbar türkis mit weißem Sand, seichten Wellen und einer warmen Brise. Leider auch zu viele Touristen aus aller Welt :) Direkt nebenan waren die Elephant Rocks. Die haben ihren Namen von den Elefanten, die sie da hin geschoben haben... nee... das war jetzt Quatsch, habt ihr sicher gemerkt :) Eigentlich haben die ihren Namen daher, dass sie von oben aussehen wie eine Elefantenherde. Zwischendrin fließt wieder das türkise Wasser, der weiße Sand... naja... ihr wisst schon - all das schöne Zeug eben :)
Zum Abschluss des Tages haben wir uns noch eine grandiose Weinverkostung auf einem bezaubernden Weingut eines zwei-Mann-Familienbetriebes gegönnt. Nobel, nobel :) Der Eigentümer war übrigens ehemaliger Besitzer der größten Pilzfabrik Westaustraliens. Also wenn ihr mal was von Graham Upson hört - der macht ganz leckeren Wein und sucht noch jemanden der seine edlen Tropfen in Deutschland vertreibt.
Dann fuhren wir zu unserem Schlafplatz - Shelley Beach. Ihr könnt euch nun vielleicht schon denken, wie's da aussah - weißer Strand, große Wellen, türkises Wasser, ... Diesmal denkt ihr euch aber noch einen kleinen Bach dazu, der genau in dieser Bucht in den Ozean mündet. Hinzu fügt ihr außerdem Delphine, die sich gesellig vor'm Strand tummeln. In den Hintergrund setzt ihr einige große Berge, die auch im Abendrot noch saftig grün strahlen. Links und rechts noch ein paar Klippen... und macht die Bucht nicht breiter als 100m, damit sie schön gemütlich bleibt. Vergesst nicht, dass sich weniger als 10 Leute dahin verirren und - wenn ihr schon so schön beim Vorstellen seid - fügt am Abend einen riesigen leuchtend orangen Vollmond hinzu, der über den Klippen am Horizont aufgeht, um anschließend goldgelb am Himmel zu drohnen und sich märchenhaft im Meer zu spiegeln. Wenn ihr denkt, das wäre jetzt zu schnulzig, habt ihr's euch genau richtig vorgestellt. :)
29.1. Ist der Kater aus dem Haus, tanzen die Mäuschen auf dem Tisch
Tobi hatte die Nase voll von täglichen 70000 Wörtern aus zwei weiblichen Mündern und beschloss, eine Auszeit zu nehmen. Praktischerweise verläuft zwischen Perth und Albany der 965km lange Bibbulmun Wanderweg, welcher förmlich nach einem neuen Abenteurer schrie. Also packte Tobi am Morgen jenes Tages seine Bemme ein und schnallte den Rucksack auf die gebräunten Schultern und schon ging's los. 17km gen Osten - mit viel Aussicht, Stille, Spinnen und Reptilien verschiedenster Art. Und nach knapp 4 Stunden war's auch schon wieder vorbei :)
Und da wir ja nun den halben Weg von der Bucht bis Albany schon hinter uns hatten (wir haben Tobi am Ende seiner Wanderung abgeholt), war es ja nur noch ein Katzensprung bis in die Küstenstadt Albany. Da sind wir nun noch immer und es ist echt schick hier.
Die Stadt hat einen ganz speziellen Art déco-ähnlichen Baustil und die Landschaft der Umgebung ist gespickt mit Nationalparks unterschiedlichster Art. Es gibt zig verschiedene Buchten und Landzungen und Kängurus und Wale (erzählt man sich) und Lachsbuchten sogar. Glücklicherweise hat unser lieber Günther hier unten ein Haus, in dessen Garagenauffahrt wir's uns gemütlich machen können. :) In der ersten Nacht haben wir jedoch dank Dunkelheit das Haus verfehlt und einfach mal bei Nachbars im Vorgarten genächtigt. Sind aber alle recht kulant hier :)
Der 30.1. war dann ein bisschen unspektakulär - nachdem wir Günther's Haus gefunden hatten, waren wir faul und haben uns am Middleton Beach im Sand geräkelt :)
31.1. - na, wer hatte denn da Geburtstag?! :) Happy Birthday nach Leipzig!!! :)
Auf dem Programm stand der Torndirrup Nationalpark und gestartet wurde mit "The Gap & Natural Bridge" - zu deutsch "Die Lücke & Natürliche Brücke". Für alle, die noch nicht hier waren - es handelt sich dabei um zwei unwahrscheinlich beeindruckende Gesteinsformationen. Das eine ist ein riesiger Abgrund, der immer von Riesenwellen angepatscht wird. Das andere ist eine Steinbrücke, die nicht von Menschenhand, sondern vom Wasser gebaut wurde. Schaut euch am besten die Bilder an. Mit Worten ist das quasi nicht zu beschreiben :) Nur soviel - Faszination und Höhenangst waren wieder ganz dicke dabei :)
Anschließend ging's noch ein Stück weiter zu den Blowholes - kleine Felsspalten, durch die von unten, Wind und Wellen sei Dank, Luft und - wenn man Glück hat - auch Wasser gesprutzt wird. Das ganze mit viel Druck und walähnlichen Pustegeräuschen und vibrierendem Boden. Toll!!! :)
Tagesabschluss dann mit späten Mittag und faulenzen an der Frenchman Bucht und später Plinsen zum Abendbrot *nom nom nom*
wir waren wandern... schon wieder... es wird aber jedesmal schöner. Ehrlich! :)
Am 26.1. ging es zum Bicentennial Tree. Ein über 60m hoher Karri-Baum (Eukalyptus), der fein säuberlich präpariert wurde, um Buschbrände schneller lokalisieren zu können. Dafür schlug man spiralförmig nach oben gehend etwa 1m lange Eisenstangen in den Stamm, welche quasi als Leiter dienen, um auf die Plattformen in 25m und 60m Höhe zu gelangen. Angesichts des sonst so sicherheitsbedachten Australiens grenzt es an ein Wunder, dass der Aufstieg auf dieses Bäumchen noch immer für Alles und Jeden gestattet ist. Denn außer einem kleinen Maschendrahtzäunchen als Randabsturzsicherung gibt es keinerlei Sicherheitsvorkehrungen. Man könnte also lockerflockig durch den fast 1m großen Abstand zwischen den Eisennägeln flutschen, um sogleich auf dem Boden zu zerstauben. Gegen diese waghalsige Unternehmung hatte ich mich also direkt zu Beginn entschieden, was Tobi und Lydi aber vom Aufstieg nicht abhielt. Die Aussicht war grandios und Belohnung genug, um in diese schwindelerregenden Höhe zu stiefeln. Die Hose voll hatten aber dennoch beide ein bisschen :)
Nächster Stop am gleichen Tag war der Mandalay Beach... wieder ein Strand... wieder ein sehr schöner Strand. Strahlend weißer Sand, türkises Wasser mit tollen Wellen und rechterhand erneut spannende Felsformationen, rundgelutscht vom Meer. Und hätten wir uns bei Ebbe dahin bewegt, hätten wir sogar noch ein im Jahre 1911 schiffbrüchiges Wrack bewundern können. Naja... haben wir aber nicht. Stattdessen hatten wir dann Letscho mit Reis, gekocht von Lydi :)
27.1. - Wandern im Wald
Wir machten uns pünktlich morgens halb 11 auf den Weg zur nächsten Holzattraktion - der Giant Tingle Tree. Auch dieser lustige Gesell ist ein Eukalyptus und hat einen stattlichen Durchmesser von 8m erreicht. Zugegeben, wir persönlich würden diesen "Durchmesser" nicht unterschreiben, denn innen ist das Ding ziemlich hohl, auch wenn's oben noch fleißig weiter vor sich hin grünt. Jedenfalls laßen wir (zur Verteidigung unseres borkigen Freundes) aber später, dass die Bäume alle so aussehen. Denn Pilze, Insekten und Buschbrände sorgen in gutem Zusammenspiel dafür, dass der Gute jegliche überflüssige Pfunde verliert. Durchmesser hin oder her... Danach ging's in das Tal der Giganten, oder auf Englisch "Valley of the Giants". Da gab's noch mehr von diesen größenwahnsinnigen Blattsoldaten und sogar eine Art metallenes Hängebrückensystem, mit dem Namen "Tree Top Walk". Höchster Punkt - 40m. Sah von unten gar nicht so hoch aus. Ehrlich... Die Aussicht haben Tobi und Lydi wieder sehr genossen. Bisschen wackelig war's, aber sonst ganz nett. Diesmal gab's auch ein richtiges Geländer :)
Angekommen sind wir dann abends noch in Denmark, ein beschauliches Örtchen in einer - hurra - Wein- und Feinschmeckerregion :) Deswegen sind wir am
28.1. auch gleich in die Toffee und Honig Factory gefahren und haben allerlei Leckereien gemampft.
Auch zur William Bucht sind wir gefahren. Dort gab es den Greens Pool zu bestaunen. Green ist hier allerdings keine besonders schmeichelnde Farbbeschreibung, denn eigentlich war das Meer wieder wunderbar türkis mit weißem Sand, seichten Wellen und einer warmen Brise. Leider auch zu viele Touristen aus aller Welt :) Direkt nebenan waren die Elephant Rocks. Die haben ihren Namen von den Elefanten, die sie da hin geschoben haben... nee... das war jetzt Quatsch, habt ihr sicher gemerkt :) Eigentlich haben die ihren Namen daher, dass sie von oben aussehen wie eine Elefantenherde. Zwischendrin fließt wieder das türkise Wasser, der weiße Sand... naja... ihr wisst schon - all das schöne Zeug eben :)
Zum Abschluss des Tages haben wir uns noch eine grandiose Weinverkostung auf einem bezaubernden Weingut eines zwei-Mann-Familienbetriebes gegönnt. Nobel, nobel :) Der Eigentümer war übrigens ehemaliger Besitzer der größten Pilzfabrik Westaustraliens. Also wenn ihr mal was von Graham Upson hört - der macht ganz leckeren Wein und sucht noch jemanden der seine edlen Tropfen in Deutschland vertreibt.
Dann fuhren wir zu unserem Schlafplatz - Shelley Beach. Ihr könnt euch nun vielleicht schon denken, wie's da aussah - weißer Strand, große Wellen, türkises Wasser, ... Diesmal denkt ihr euch aber noch einen kleinen Bach dazu, der genau in dieser Bucht in den Ozean mündet. Hinzu fügt ihr außerdem Delphine, die sich gesellig vor'm Strand tummeln. In den Hintergrund setzt ihr einige große Berge, die auch im Abendrot noch saftig grün strahlen. Links und rechts noch ein paar Klippen... und macht die Bucht nicht breiter als 100m, damit sie schön gemütlich bleibt. Vergesst nicht, dass sich weniger als 10 Leute dahin verirren und - wenn ihr schon so schön beim Vorstellen seid - fügt am Abend einen riesigen leuchtend orangen Vollmond hinzu, der über den Klippen am Horizont aufgeht, um anschließend goldgelb am Himmel zu drohnen und sich märchenhaft im Meer zu spiegeln. Wenn ihr denkt, das wäre jetzt zu schnulzig, habt ihr's euch genau richtig vorgestellt. :)
29.1. Ist der Kater aus dem Haus, tanzen die Mäuschen auf dem Tisch
Tobi hatte die Nase voll von täglichen 70000 Wörtern aus zwei weiblichen Mündern und beschloss, eine Auszeit zu nehmen. Praktischerweise verläuft zwischen Perth und Albany der 965km lange Bibbulmun Wanderweg, welcher förmlich nach einem neuen Abenteurer schrie. Also packte Tobi am Morgen jenes Tages seine Bemme ein und schnallte den Rucksack auf die gebräunten Schultern und schon ging's los. 17km gen Osten - mit viel Aussicht, Stille, Spinnen und Reptilien verschiedenster Art. Und nach knapp 4 Stunden war's auch schon wieder vorbei :)
Und da wir ja nun den halben Weg von der Bucht bis Albany schon hinter uns hatten (wir haben Tobi am Ende seiner Wanderung abgeholt), war es ja nur noch ein Katzensprung bis in die Küstenstadt Albany. Da sind wir nun noch immer und es ist echt schick hier.
Die Stadt hat einen ganz speziellen Art déco-ähnlichen Baustil und die Landschaft der Umgebung ist gespickt mit Nationalparks unterschiedlichster Art. Es gibt zig verschiedene Buchten und Landzungen und Kängurus und Wale (erzählt man sich) und Lachsbuchten sogar. Glücklicherweise hat unser lieber Günther hier unten ein Haus, in dessen Garagenauffahrt wir's uns gemütlich machen können. :) In der ersten Nacht haben wir jedoch dank Dunkelheit das Haus verfehlt und einfach mal bei Nachbars im Vorgarten genächtigt. Sind aber alle recht kulant hier :)
Der 30.1. war dann ein bisschen unspektakulär - nachdem wir Günther's Haus gefunden hatten, waren wir faul und haben uns am Middleton Beach im Sand geräkelt :)
31.1. - na, wer hatte denn da Geburtstag?! :) Happy Birthday nach Leipzig!!! :)
Auf dem Programm stand der Torndirrup Nationalpark und gestartet wurde mit "The Gap & Natural Bridge" - zu deutsch "Die Lücke & Natürliche Brücke". Für alle, die noch nicht hier waren - es handelt sich dabei um zwei unwahrscheinlich beeindruckende Gesteinsformationen. Das eine ist ein riesiger Abgrund, der immer von Riesenwellen angepatscht wird. Das andere ist eine Steinbrücke, die nicht von Menschenhand, sondern vom Wasser gebaut wurde. Schaut euch am besten die Bilder an. Mit Worten ist das quasi nicht zu beschreiben :) Nur soviel - Faszination und Höhenangst waren wieder ganz dicke dabei :)
Anschließend ging's noch ein Stück weiter zu den Blowholes - kleine Felsspalten, durch die von unten, Wind und Wellen sei Dank, Luft und - wenn man Glück hat - auch Wasser gesprutzt wird. Das ganze mit viel Druck und walähnlichen Pustegeräuschen und vibrierendem Boden. Toll!!! :)
Tagesabschluss dann mit späten Mittag und faulenzen an der Frenchman Bucht und später Plinsen zum Abendbrot *nom nom nom*
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