Donnerstag, 17. Oktober 2013

Tassie-Tasmanien

Melbourne. Da kamen wir am 30.9. an. Die erste Stadt, die exakt das erfüllte, was wir erwartet hatten - Graffiti, Kaffee, Kultur. Nach einem Tag Sightseeing haben wir uns von der multikulturellen Stadt ein gutes Bild gemacht und Bilder gemacht :)



Dann ging's auf die Über-Nacht-Fährfahrt nach Tasmanien. Es folgten 10 Stunden lustiges auf und ab dank Wellengang, begleitet von Kotzgeräuschen der Mitreisenden und übelkeitsbedingter Schlaflosigkeit. Bootfahren fetzt!

Tasmanien ist übrigens dieses kleine Inselgebaumel unterhalb von Australien. Das scheinbar einzige was es dort nicht gibt, sind wohl Koalas. Ansonsten haben sich die Tasmanier alles ran geholt, was Rang und Namen hat. Kängurus, Wallabys, Schlangen, Wombats, Oppossums und tasmanische Teufel natürlich. Sogar Tiger hatten die mal, aber die sind leider schon ausgestorben. Wenn es nicht so viele freiwillige Helfer gäbe, stünde das den kleinen Teufelchen auch demnächst bevor. Gesehen haben wir deswegen leider keines - in der Wildnis sind die einfach zu selten. Dafür haben wir allerlei Beutler entdeckt. Zum Beispiel Wallabys und die Wombats.

so klein sind die hier

Die erste Woche auf dem Eiland verbrachten wir mit Blasenentzündung, Verdacht auf Blinddarmentzündung, Arztbesuchen und Antibiotika. Zwischendurch hatten wir aber noch genügend Zeit, um die verschlafenen Städtchen der Gegend zu besuchen. Käseverkostungen, Weinproben und Schokolade naschen bildeten Grundlage für darauffolgende Besuche der Tand- und Trödel-Märkte und Kunstgalerien. Letztere sind hier übrigens wunderhübsch!

Sockenkunst - was Strümpfe so hergeben

Außerdem bestaunten wir die Landschaft, für die Tasmanien ja so berühmt ist. Von sonnigen Küstenstreifen bis zum kalten Regenwald in den Bergen gibt's so ziemlich alles. Das wurde v.a. von den Jungs fleißig zu Fuß erkundet.


Seestern frisst Muschel

yeah :)


Wanderausblicke


In Hobart ging's in die nächste Kunstgalerie - die MONA. Ein mit Wetten reich gewordener Australier hat sich da einen schicken Kunstbunker gebaut. Drei Etagen tief in Stein geschlagen und mit teils umstrittenen Werken ausgestattet hat das Museum of Old and New Art einen weltweit bekannten Ruf. Von an Pornografie grenzenden Videos bis zur tausende Jahre alten Mumie hat sich der Herr Walsh alles ins Haus geholt. Die Art und Weise der Präsentation ist ziemlich einzigartig. Beispielsweise ist keines der Kunstwerke beschriftet. Stattdessen gibt's für jeden Besucher ein iPhone, dass dich lotzt. Entdecken kann man dann so Sachen wie einen Raum, in dem zig Glühbirnen in deinem Herzschlag pulsierend leuchten. Auch gibt es einen künstlichen Verdauungstrakt der 1a funktioniert - inkl. Geruch und Endprodukt. Und wenn wir von Endprodukt sprechen - die Toiletten bieten wahlweise Videos, Lichtshow oder eine Konstruktion, mit der du dir deinen eigenen Popo von unten bestaunen kannst :)


Matze fand die Matrix

Weiter im Uhrzeigersinn auf der Insel ging's in die Berge. Da gab es sicher überwältigende Aussichten. Die waren allerdings ein wenig verhangen. Wahlweise mit Nebel, Regen oder auch Schnee, Graupel und Hagel. Als durchschnittliche Camper waren wir für solche Wetterverhältnisse nicht ausgerüstet, was uns im Eilverfahren wieder an die Küste brachte.


Schneeballschlacht


alles weiß hier - schnell weg :)


Dort hatten wir nach 2 Wochen Inselurlaub einen krönenden Abschluss im unaussprechlichen Narawntapu Nationalpark. Wir trafen die Wombats. Kugelig-kuschelige nachtaktive Beuteltiere, die man am besten im Video bestaunt, bevor ich euch mit Erklärungsversuchen langweile :)






Das war's schon wieder :) Jetzt machen wir uns auf den Weg nach Adelaide!

die drei von der Tanke