Freitag, 25. Januar 2013

guckst du

klick klack

Kängurus vor'm Campingklo


Und weiter geht's...
Am 20.1. begaben wir uns auf große Wanderung - in meinen Augen. Offiziell war's nur 'ne Stunde hin und zurück :) Es ging zum Sugar Loaf Rock an der Westseite des Kaps. Schön war's. Man gewöhnt sich erstaunlich schnell an den Anblick von azurblauem Wasser mit beeindruckenden Steinformationen rundherum... Weiter ging's danach zur Bunker Bay, einer noch viel beeindruckenderen Bucht an der Ostseite. Gigantisch!!! Leider haben wir die Beweisfotos vergessen, aber die Bucht war links eingerahmt von einer Sandsteinklippe und rechts von einem steinigen Steinvorsprung von dem man prima Angeln konnte. Tobi und ich waren nochmal schnorcheln - lief diesmal supi und wir haben direkt 2 Meter vom Strand entfernt Riesenfische entdeckt, die sich beim darauffolgenden Angelversuch allerdings blitzschnell in Heringe verwandelt hatten, die Biester :)

21.1. - ein Schlaraffenlandtag! Vielleicht hatten wir es noch nicht erwähnt, aber die Margaret River Region, in welche wir uns an jenem Tag begaben, ist bekannt für ihre Weine und diverse andere Fabriken. Und all das leckere Zeug konnten auch wir natürlich nicht ungenutzt verkommen lassen, also starteten wir früh schon zur Eisfabrik, um uns dort das erste Mal den Bauch vollzuschlagen. Weiter ging's zur Töpferei und Winzerei. Kunst genießen und Wein verkosten. Eine herrliche Kombination :) Wir beschlossen an dieser Stelle, die Fresserei für den Moment ruhen zu lassen und uns lieber noch ein bisschen der Natur zu widmen. Demzufolge hieß es "Auf zu den Canal Rocks"! Eine Steinformation, die, wie der Name schon verrät, dank Wasser und Wind zum Kanal geformt wurde, durch den jetzt noch immer Wasser und Wind durchplautzen. Wirklich toll anzusehen. Vor allem auch die Bucht dahinter und der Smith's Strand ein paar Meter weiter. Dort sind wir nochmal in die Wellen gehüpft und haben unsere Bäuche in die Sonne gehalten, bevor es dann zur nächsten Weinverkostung und dem anschließenden Besuch der SCHOKOLADENFABRIK ging :) *nom nom nom* Unser Nachtlager war der umwerfende Honeycombs Strand, welchen wir ganz für uns allein hatten. Riesenwellen!!! Auch etwas, für das die Region weltweit bekannt ist - ein Surferparadies! :)

Der 22.1. war dann der nächste Fresstag, welcher gestartet wurde mit einem Brauereibesuch, welche allerdings noch geschlossen hatte. Nun... zumindest das Anwesen war lecker anzusehen. Es folgte die nächste Schokoladenfabrik, anschließend wieder eine Winzerei, dann ein Likörshop und im Anschluss noch eine Nuss- und Cerealienfabrik sowie eine Molkerei und ein Candyshop (dieser dann schon im beschaulichen unaussprechlichen Örtchen Cowaramup) - nicht zu vergessen: überall gibt es Verkostungen!!! :)
Nachdem wir einen durchaus schönen Campingpark als Nachtlager gefunden und mit unseren Platznachbarn Gundi und Uwe aus Torgau Schwätzchen gehalten hatten, ging es los zu Lydi's letztem Geburtstagsgeschenk: ein Kinobesuch! Nicht irgendein Kino, denn das hätten wir ja auch in Dresden haben können. Nein! Für unsere Lydi haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und uns für ein Open-Air-Kino entschieden. Schön gelegen auf einem Weingut, eingerahmt von Weinbergen mit einem nicht zu verachtenden Sonnenuntergang! Standesgemäß eben, wie es sich für einen Löwen gehört! Kurzum - der Cape Mentelle Vineyard war unser Ziel und zu sehen gab es ARGO, ein sehr empfehlenswerter Streifen! Zähnegeputzt wurde danach übrigens mit unseren Freunden, den Kängurus. Vor'm Campingklo. Australien halt! :)

23.1. Fast ein bisschen unspektakulär, wenn man sich die letzten Tage anschaut. Naja... wir wollen euch ja aber nichts vorenthalten, deswegen: Wir haben das hübsche Örtchen Margaret River unsicher gemacht und Käffchen getrunken. Danach wurde das Cape Freycinet noch von Ferne bestaunt und genächtigt wurde mitten im Wald des Leeuwin Nationalparks. Umgeben von Vögeln, Spinnen und sicher ein paar giftigen Tieren, jedoch auch von den berühmten Karri-Bäumen, welche doch recht stattliche Größen erreichen können. Dazu gleich mehr...

24.1. Die Tage rasen an uns vorbei. Zwei Wochen sind wir nun schon fast unterwegs und jegliches Zeitgefühl haben wir abgelegt. Der Tag startete im Wald, erstaunlicherweise an exakt der gleichen Stelle, an welcher wir uns am Vorabend nach einem Fläschchen regionalem Wein gebettet hatten. Nach gründlichem Frühstück (Gott sei Dank!) machten wir uns auf den kurzen Weg zum Strand... zu Fuß... Wir hätten uns daran erinnern müssen, wie oft uns unsere kleine Landkarte der Region schon reingelegt hatte. Möchte mal wissen, ob die hier schon mal was von Maßstab gehört haben. Aus dem kurzen Stückchen wurde jedenfalls ein 2-Stunden-Marsch voller Freude, Erwartungen, unebenem Sandboden, Hügeln, Bergen, Gefälle, Sand im Schuh (wo ich doch Sand so mag) und einer Lydi, die permanent und ganz tapfer motivierende Worte auf den Lippen hatte, obwohl das Maria'sche Geningel genauso endlos schien, wie der eigentliche Weg. Und auch Tobi hat ganz ausdauernd Weg und Genöhle ertragen, bis wir schlussendlich von einem Traumstrand belohnt wurden, um gleich darauf den Rückweg anzutreten, denn Wasser hatten wir für das "Stück" gar nicht erst mitgenommen :) So im Nachhinein betrachtet war's aber doch wirklich schön :)
Nächster Stop war Hamelin Bay - der nächste Traumstrand, an welchen man wunderbar touri-gerecht auch mit'm Auto ranfahren konnte :) Dort gab es Wildlife pur - auch für uns! Wenn wir schon keine Wale sehen... Direkt - und damit meinen wir DIREKT - am Strand schwimmen nämlich haufenweise Rochen. Grofle, kleine, graue, schwarze, mit Stachel und ohne, ... und die winken, wenn sie an dir vorbeischweben... und wenn kein Ranger guckt, kann man sich mal bücken und die Hand hinhalten, in der Hoffnung, dass sie an dir vorbeipatschen. Hat funktioniert - sind ungefähr so glitschig wie Quallen :)
Am gleichen Tag noch ging's bis ans Südkap in Augusta, eine ebenso verschlafene Stadt, die ohne den Tourismus wohl nicht mal auf der Landkarte erscheinen würde... Dort haben wir den nächsten Leuchtturm begutachtet - diesmal nur von außen. Stattdessen sind wir - ganz Abenteurer-like - auf den großen Steinformationen davor rumgekrackselt. Das hat gefetzt! :)

25.1. oder umgangssprachlich - heute! :) Nach einer erneuten Nacht in der beeindruckenden Pampa von Westaustralien ging's heut ein ganzes Stück voran. Halt machten wir im Beedelup Nationalpark, um den dortigen Wasserfall zu bestaunen. Ha ha! Trockene Sommerzeit! Also kein Wasserfall, sondern eher ein Rinnsal. Aber auch wieder ganz viele Karri-Bäume. Und sogar ein richtig richtig großer, durch den man durchlaufen kann. 75m hoch und 2,4m Durchmesser. Für den Anfang doch gar nicht mal so schlecht (weiter südlich erwarten uns noch mehr Giganten)...
Jetzt sitzen wir in der Weltmetropole Pemberton, mit ihren sagenhaften 1400 Einwohnern, einer Hauptstraße, einer Bäckerei und auch sonst steppt hier so richtig der Bär... Nun ja... Ihr bekommt erstmal Fotos und von den nächsten Abenteuern lest ihr bald :)

Allerliebste Grüße, eure drei Ossis aus OZ

die 3 vom Karri-Baum

Leeuwin-Lighthouse


Sonntag, 20. Januar 2013

Guckst du!!! :)

*klick mich*

Jungfernfahrt

Startschuss für unsere große Reise fiel am Freitag, dem 11.1.
Den Tag zuvor unterzogen wir uns noch einer Sightseeing-Tour durch Fremantle (inklusive Besichtigung des ältesten Gefängnisses von WA) und genossen einen fetten Lammbraten zum Dinner.

Los ging's dann gen Süden mit ersten Zwischenstopps in Mandurah (mit einer Wasserfront die zu Recht als „kleines Venedig“ bezeichnet wird) und am Lake Clifton. Dort bekamen wir von ein paar Fischern fangfrische Krabben geschenkt, welche unser erstes Camperabendbrot zu einem recht Leckeren aufwerteten.

Samstag, 12.1.
Nach einer ruhigen Nacht ging es zum Frühstück an den Strand von Binningup - eine beschauliche Siedlung ohne nennenswerte Highlights :) Und nach einer morgendlichen Sportrunde mit Meerblick weiter nach Australind - einem ebenso ereignislosen Dörfchen am Meer. Schon früh stellten wir also fest, dass die bewohnten Gegenden hier wohl nicht die erhofften Sehenswürdigkeiten bieten werden und wir stattdessen auf's Land flüchten mussten. Also traten wir die Weiterreise in den dünner besiedelten Süden an, mit Halt in Bunbury - wieder eine Stadt, diesmal aber die zweitgrößte von Western Australia, was Hoffnung aufkommen ließ. Hier gab es zumindest ein paar spannende Felsformationen - den Wyalup-Rocky Point mit Basalt Rocks. Außerdem konnten wir den Leuchtturm bestaunen und auf einen Aussichtsturm klettern. Wohoo :)

Es war nun auch schon Sonntag, der 13.1. (vor allem für Geburtstagkinder ein toller Tag :) ) und vor der Abfahrt nach Busselton stromerten wir noch durch den Mangroven Park. Wirklich schön anzusehen, aber leider auch nach einer halben Stunde abgehandelt, weil die eigentlich artenreiche Vogelwelt hitzefrei hatte :) Also Startschuss für die Abfahrt - nächster Stopp: Peppermint Grove Beach. Zauberhaft! Ein paar Kilometer weiter in den Süden zauberten eine willkommene Abkühlung dank Wolken und der fast menschenleere Strand ließ sich am besten mit Bier und Nickerchen genießen :) Aber wir sind ja nicht zum Urlaub hier, also stiegen wir am späten Nachmittag doch noch einmal in den Van, um die letzten Kilometer bis Busselton zu fahren.
Das war ein bisschen wie Ostseedorf dort. Wer als vorbildlicher DDR-Bürger jedes Jahr da hoch gefahren ist, kennt das - eine lange Hauptstraße mit Cafés, Restaurants und Souvenirläden, der Konsum nicht weit und dann eine endlos lange Strandpromenade mit toller Seebrücke. Dieser 1,8km lange Holzsteg ist der längste seiner Art auf der Südhalbkugel und eignet sich wunderbar zum Spazieren, Angeln und als Sprungturm. Lydi nutzte die Gunst der Stunde für einen Tauchgang, denn zwischen den Pfeilern hat sich dank warmer Meeresströmung ein beeindruckendes Korallen- und Tropenfischleben entwickelt.
Am 15.1. waren wir auch zu dritt nochmal da Schnorcheln, aber aufgrund der Riesenwellen war das an diesem Tag ein eher anstrengendes Vergnügen. Gerade wo ich doch so ein Naturtalent beim Schnorcheln bin :)

Dann ging's am gleichen Tag weiter nach Dunsborough, eine 4000-Seelen-Ferienstadt, welche von unserem Reiseführer liebevoll wie folgt beschrieben wird: "Sieht man von den langen Badestränden in der geschützten Bucht ab, hat sie mit ihrer modernen Infrastruktur keinen besonderen Charme." Wie nett :) Wir finden's hier allerdings recht gut, denn die Lage ist optimal, um die Gegend zu erkunden und zur Nachtruhe immer wieder hierher zurückzukehren. Praktischerweise haben wir einen der freundlichen Einwohner getroffen und er beherbergt privat einige Reisende in seinem Häuschen (z.Zt. 2 Neuseeländerinnen, 2 Italiener, seinen Freund und uns). So ergibt sich eine wunderbare Hostelatmosphäre, die dank humaner Preise auch für unser Portemonnaie geeignet ist (eine Nacht im Caravan Park würde uns 80$ pro Person! kosten).

17.1. - Lydi's Geburtstag (sie erinnerte uns seit ihrer Ankunft daran, d.h. selbst wenn wir es gewollt hätten - wir hätten ihn nicht vergessen :) )
Dank guter Führung hatte sich Lydi also ein paar Geschenke und einen netten Tag verdient :) Sie hatte sich auch schon selbst ein Geschenk gebucht, welches aufgrund schlechter Wetterbedingungen aber auf Samstag verschoben wurde. Mehr dazu gleich…
Wir starteten mit einem ausgiebigen Frühstück am Strand (naja… es war windig… also saßen wir im Auto). Aber was für ein Strand!!! Nachdem wir diesen entdeckt hatten, wussten wir, dass die Broschüren nicht zu viel versprochen hatten und die Gegend hier tatsächlich mit traumhaften Buchten gespickt ist. Also starteten wir mit vollen Mägen in Richtung des nahegelegenen Cape Naturaliste und hielten an jedem Strand entlang des Weges - einer schöner als der andere, ohne Mist! :) Castle Rock, ein großer Fels am Meeresrand mit gigantischer Aussicht, gefolgt vom Meelup Beach, anschließende Felsenlandschaft mit beeindruckenden Farbspielen und Eagle Bay - ein… Bilderbuchstrand, aber doch ein bisschen unspannend wenn man den Rest schon gesehen hat :)

Wieder zu Hause angekommen, startete unser Beautyprogramm für das bevorstehende Geburtstagsdinner nahe der sogenannten Bunker Bucht in einem Nobelrestaurant. Oh mein Gott!!! Was war das für ein Dinner!!! Pastete als Vorspeise, gefolgt von Ente, Fisch und Paella als Hauptgang, abgerundet mit Lava-Cake (der mit der flüssigen Schokolade innen), einem Baiser-Eiscreme-Kunstwerk, frittierten Apfelscheiben an Macadamia-Eis und echtem Nougat. WHOA!!! Ihr habt ja keine Ahnung :) Dazu gab's regionalen Wein und Cocktails und jede Menge gute Laune und Geburtstagsfreude. Abgerundet wurde dieses sagenhafte Abendbroterlebnis mit einem Geburtstagsanruf von den lieben Eltern und einem gemütlichen Beisammensitzen mit den anderen als wir wieder zu Hause waren. Ein GROßES DANKESCHÖN geht an dieser Stelle an Lydi's Eltern, die uns dreien dieses Spektakel als Geschenk gemacht haben. DANKE DANKE DANKE!!! :)

Freitag stand die nächste Tour auf dem Programm: above and below - über und unter der Erde. Es ging zuerst zum Cape Naturaliste, um den Leuchtturm zu bewundern. Anschließend fuhren wir zur Ngilgi-Höhle, welche über 30m tief in die Erde führt. Spannendes Erlebnis mit beeindruckenden Lichtspielen.

Samstag hat das Wetter für Lydi richtig auf die Ka… gehauen und somit konnte das selbstgemachte Geburtstagsgeschenk endlich eingelöst werden - ein Tauchgang zum "HMAS Swan" Wrack. Dieses 124m lange ehemalige Marine-Schiff wurde in den 90ern absichtlich versenkt und darf nun in 30m Tiefe von abenteuerlustigen Bademäusen bestaunt werden. Über 100 verschiedene Fischarten gibt es zu entdecken (Lydi hat gezählt! :) ) und Leute ohne Platzangst dürfen auch gern die kuscheligen, dunklen, engen Räume durchstöbern.

So… Wer's bis hierher geschafft hat bekommt ein dickes Lob :) Falls wir ein bisschen regelmäßiger dieses Internet finden, von dem immer alle reden, schaffen wir es vielleicht auch, die nächsten Einträge etwas kürzer zu halten :)
Als Belohnung für fleißiges Lesen folgen jetzt mit nur einem Klick ganz viele tolle Fotos. Viel Spaß!

Sonnige Grüße in den Winter von uns dreien und bis bald :)

Donnerstag, 10. Januar 2013

Fotos zum Ostbesuch

Das Internet will nicht so wie wir wollen, deshalb gibt's die Fotos diesmal nicht hier sondern als Link. Viel Spaß ihr Lieben :)
 
Sonnige Grüße





*klick mich*

Mittwoch, 9. Januar 2013

Ostbesuch

So. Weihnachten ist durch. Back to normal... naja... fast... denn wir haben ja immernoch... richtig! - URLAUB :) hihi

Wer die Nachrichten verfolgt hat, wird vielleicht schon festgestellt haben, dass wir weiterhin mit der Hitzwelle kämpfen. Selbst das schnöde am Strand rumgammeln wird zur Herausforderung und wir waren heilfroh, als wir endlich die Fernbedienung für die Klimaanlage im Haus gefunden hatten.
Schnorcheln waren wir aber trotzdem mal. Tobi ist ja schon ein alter Hase im Geschäft, ich dagegen wurde in der Hinsicht quasi vom Indischen Ozean entjungfert. Hat jemand schon mal Schnorcheln probiert? So richtig? (Tauchen in der Badewanne zählt nicht!) Gar nicht so einfach, wie ich finde. Zum einen ist dein Gesicht dank Taucherbrille ja doch recht zusammengematscht. Zum anderen wirst du gezwungen nur durch den Mund zu atmen. Das ist quasi wie Schnupfen. Nur unter Wasser. Nicht so toll, wenn man sich noch nicht daran gewöhnt hat. Meine erste Schnorchelerfahrung gestaltete sich wie folgt: rein ins Wasser - Brille auf - Hinweis von Tobi, dass man erst in die Brille spuckt, damit die nicht beschlägt (wie eklig ist das denn bitte?!) - Brille ab - reinspucken - wieder abwaschen - aufsetzen - Schnorchel in den Mund stopfen - Brille wieder ab, weil sie doch beschlägt - Schnorchel nochmal raus - wieder von vorn anfangen - alles fertig und schnell mit'm Kopf unter Wasser - Kopf wieder raus, weil's überraschend kalt war - Kopf wieder rein - Kopf wieder raus, weil Wasser im Ohr - Kopf wieder rein und dazu entschließen, nicht zu versuchen, die Ohren über Wasser zu lassen, sondern gleich ganz untertauchen - unter Wasser bleiben und versuchen zu entspannen - feststellen, dass man vergessen hat, zu atmen - atmen - auftauchen, weil durch die Nase geatmet und Wasser in der Brille - nochmal von vorn anfangen...
Nach der ersten viertel Stunde dieses Prozederes ging's dann schon ein bisschen besser. Nach weiteren 10 Minuten verlieren sich auch die Krämpfe im Nacken. Dann sind es nur noch die Wellen und darausfolgende Orientierungslosigkeit oder Salzwasser im Schnorchel, die einem das Leben schwer machen. Sonst ist Schnorcheln aber wirklich schön :)

Abgesehen von tollen Badeerlebnissen, hat Tobi zwischen den Feiertagen und ein bisschen danach unser Auto vollendet. Wir sind jetzt voll ausgestattet mit Strom, Kaffeemaschinenabstellbrettchen, bunt lackierten Schränken, Geheimfächern, Sicherheitskisten, getönten Scheiben und und und... Das ganze Besteck, Leute!!! Luxus auf vier Rädern. Danke Tobi!!! :)
Und als ob die fleißige Bastelei noch nicht genug wäre - Tobi war zwischendurch auch noch beim Sport. Sein Chef leitet eine Sportgruppe, wo sich alle Teilnehmer dreimal wöchentlich die Seele aus dem Leib schwimmen, rennen und wasweißich. Von Insidern wird dieses lustige Beisammensein auch liebevoll als Boot Camp bezeichnet :) Da war Tobi also kürzlich. Einmal. Seitdem erstmal nicht mehr :) Und beim Schwimmen durch den Ozean hat er ärgerlicherweise auch noch eine innige Umarmung mit dem ortsansässigen Quallenrudel machen dürfen. Die possierlichen Tierchen gehören zur Gruppe der Würfelquallen und sind so gar nicht nett, wenn man denen zu nahe kommt. Ergebnis: Auaweh für einige Tage und nach Abklingen der Beschwerden Wiederaufflammen mit behandlungsbedürftigem Ausschlag. Helfende Worte werden dankend angenommen :)

Silvester war hier unten auch. Überraschung! :) Am Vortag waren wir bei unseren lieben Erste-Nacht-Gasteltern Watt zum BBQ eingeladen. Lustiges Beisammensitzen, Schwatzen, Tischtennisturnier und Entspannen im Whirlpool war inklusive. Bald geht auch wieder die Footy-Saison los, da werden wir uns hoffentlich wieder öfter sehen :)

Zum Jahreswechsel waren wir dann bis 19.00 Uhr noch völlig planlos, was die Abendgestaltung betrifft. Spontan wie wir aber sind, haben wir uns mit Freunden am Strand getroffen, 'nen Abstecher in eine schicke Bar gemacht, bei gefühlten 800 Grad ein bisschen getanzt und dann freudig das neue Jahr begrüßt, um gegen 1 wieder am Strand zu landen und 2013 anzubaden :)
Großes Tamtam gibt es hier zu Silvester nicht. Feuerwerk ist im Großen und Ganzen verboten, es gibt nur hier und da ein paar Kleine, wenn die Verantwortlichen der Stadtteile sich die Mühe machen, den Papierkrieg anzutreten. Private Lichtgewitter gibt es generell nicht - Brandgefahr und zu viele Leute, die damit Blödsinn machen (überall das gleiche auf der Welt). Ein riesen Generalfeuerwerk in Perth gibt es erst am 26. Januar zum Australia Day - da sind wir aber nicht hier :)
Jedenfalls kein Geböller und Geknalle ab nachmittags und auch um 12 nicht. Erstaunlich überhaupt, dass die Australier so lange wach bleiben, wo die meisten Feiern doch schon um 10 zu Ende sind. Mitternacht wird also nur kurz runtergezählt, noch 5 Minuten weitergetanzt (wohl eher aus Anstand) und dann aber nix wie heim.

Neujahr hatten wir dann eine ganz tolle Jahresstartfreude - en Ossi. Lydi hat den weiten Weg aus Neuseeland angetreten (nein, es liegt nicht direkt um die Ecke, sondern 10 Flugstunden entfernt), um uns bis Mitte Februar mit ihrer Anwesenheit zu beehren.


Das erste Highlight war dann direkt das SOUTHBOUND-Festival. Am 3.1. fiel der Startschuss in ein grandioses Wochenende für uns drei! Wir Mädels sind 2,5h in den Süden nach Busselton gefahren, um dem größten Festival von Western Australia beizuwohnen. Und Tobi hatte sturmfrei :)
Zu zweit campen im Ein-Mann-Zelt, 2 Tage ungeduscht bei 40 Grad und jede Menge tolle Bands - das war unser Wochenende. Wir waren schon einen Tage eher angereist, um die Gegend zu erkunden und zelteten eine Nacht im Hintergarten eines Backpackers. Da konnten wir auch gleich unser Erste-Hilfe-Wissen auffrischen, denn ein Bewohner hatte ein epileptischen Anfall, keine 2 Stunden nach unserer Ankunft. Das war ganz schön gruselig.
Das Festival selbst war klasse. Lydi hatte wohl sogar noch mehr Spaß als, denn im Gegensatz zu mir kannte sie die meisten Bands :) Abgesehen von toller Musik waren auch die Menschen unwahrscheinlich unterhaltsam. 'Zurück in den 80ern' hätte man das musikalische Großereignis auch betiteln können. Alles was wir aus der DDR erfolgreich verbannt hatten, wird hier voller Stolz und tatsächlich ganz ohne Ironie getragen und - jetzt kommt's - schön gefunden!!! Hosen oder Röcke, gern auch Hosenröcke bis zum Bauchnabel, dazu bauchfreie Polyester-Shirts (wobei man vom Bauch ja eh nix sieht, weil der Bund zu hoch ist) und die Zöpfe, die man so schön ausgeflippt an der Seite des Kopfes trägt. Das alles dann noch in knallbunten Mustern (Leopard steht sehr hoch im Kurs), die auf gar keinen Fall irgendwie zusammen passen dürfen. Kombiniert wird dies mit bunten John-Lennon-Sonnenbrillen. Und auch unsere geliebten Plastiksandalen sind zurück. Als letztes Must-Have-Accessoire kommt dann noch der gute alte Netzbeutel oder der schicke Grundschul-Wandertags-Rucksack mit Goldschnalle und los geht's zum Feiern. Ganz im Ernst - da läuft doch irgendwas schief. :)
Sonst war's aber wirklich toll und in jeder Hinsicht ein unverzichtbares Erlebnis.

Tobi hatte abgesehen von 4 unglaublich entspannten, weil frauenfrei, Tagen ein spannendes Tennisturnier auf dem Programm. In Perth findet derzeit der Hopman Cup statt und da hatte er für das Spiel Deutschland gegen Serbien Karten ergattert. Sehr unterhaltsam wie uns stolz berichtet wurde, auch wenn Deutschland verloren hatte.



Nun folgen für uns drei noch ein paar Tage Sightseeing bevor wir am Freitag gen Süden aufbrechen.

Fotos folgen :)