Es gab einen zweitägigen Zwischenstop im Karijini-Nationalpark. Der liegt in der Pilbara-Region im mittleren Teil Westaustraliens. Die Region ist v.a. bekannt für die eisenerzhaltigen Böden. Die Landschaft ist geprägt von roten Felsen und Bergen mit häufig nahezu rechtwinkligen Bruchkanten. Da waren wir also ein bisschen wandern. Es ging runter in bis zu 100m tiefe Schluchten, die mal wenig eng und mal verdammt eng waren. Am ersten Tag waren wir in der Dales Schlucht - etwas breiter und neben dem Wasserlauf wunderschön grün bewachsen. Am zweiten Tag dagegen ging es zum sogannten "Zentrum der Erde". Eine sauenge Schlucht in der man voran kommt durch a) klettern an der Felswand oder b) schwimmen durch die doch recht kalten Flussläufe und Pools. Nass und mit tauben Zehen aber glücklich sind wir nach 2-3 Stunden zurück nach oben gekrackselt. Eine tolle Landschaft! Ein bisschen wie sächsische Schweiz, nur in groß.
![]() |
| die Joffre-Schlucht |
Nach den tollen, auch von mir freiwillig und ohne Ningeln durchgeführten Wandertouren ging das fröhliche Fahren weiter. Zu meinem Geburtstag wollten wir in der Zivilisation sein.
Wir machten kurzen Zwischenstop in Port Headland. Das einzig beeindruckende an der Stadt waren die Roadtrains, die wir auf dem Weg dahin sahen. Eine Industriestadt eben :)
Noch beeindruckender als LKW mit 4 Anhängern oder Oversize-Trucks in Straßenbreite war der lange Zug in der Stadt. Mit lang meinen wir lang! So richtig lang! Wir sprechen hier von 3 bis 4km und 300 Wagen gezogen von 3 bis 4 Loks. Hat also leider auf kein Foto gepasst. Einzig für das Guiness Buch der Rekorde wurde 2001 ein Zug zusammengestellt, der 99.732 Tonnen wog, 682 Wagons hatte, die von 8 Loks gezogen wurden. Das Weltrekord-Gefährt hatte eine Länge von 7,3km!
Port Headland ist der Umschlagpunkt für Eisenerz und irgendwie muss das Zeug ja transportiert werden.
Nach weiteren 500km Route kamen wir am Donnerstag in Broome an - eine Touristenstadt aufgrund schöner Strände und guter Lage.
Ein hübscher Touri-Ort mit allerlei Annehmlichkeiten der zivilisierten Welt: Handyempfang und Internet, warme Duschen (Duschen überhaupt) und auch Supermärkte. Toll :)
Zu meinem Geburtstag haben wir den Großteil des Tages am Strand verbracht. Schwimmen im kristallklaren Wasser war ein Traum, wenn auch nicht ganz einfach, denn je später es wurde, desto weiter war das Wasser weg. Der Tidenhub ist mit 8-11m einer der höchsten weltweit. Da kann man schon mal 2km laufen bis zum Wasser.
| Geburtstagsfrühstück :) |
| persönliche Widmung auf'm Campingplatz |
Angeln waren wir gestern. Einen 30cm-Brocken hatte ich an der Angel. Allerdings befanden wir uns auf einer Seebrücke und auf dem langen Weg von der Wasseroberfläche bis in unsere Hände hat es sich der Fisch nochmal anders überlegt. 2m vor unseren Händen sprang unser Abendbrot zurück in die Fluten. Heute versuchen wir's einfach nochmal :) Viele Schildis haben wir aber gesehen und sogar eine Seeschlange.
Und Dinofußabdrücke haben wir uns angeschaut. Je nachdem wie niedrig der Wasserstand bei Ebbe ist kann man ein bis drei Fußspuren finden. Für eine hat's gestern gereicht.
| Schuhgröße 43 |
Zum Sonnenuntergang gibt's für Touristen übrigens ein ganz besonderes Programm hier am Cable Beach in Broome: Kamelreiten! Wir haben nur geguckt, wie die Karawane gen Sonnenuntergang zieht. Wie schön :)
Heute ziehen auch wir weiter... immer weiter, immer weiter, damit wir in etwas mehr als einer Woche hoffentlich die Ostküste erreicht haben.
Was unseren Fahrtweg betrifft haben wir inzwischen übrigens eine Strecke zurückgelegt, die etwas länger ist als die Landesgrenze von Deutschland, sprich knapp 4000km.
Die ausführliche Fotostrecke findet ihr im gestrigen Blogeintrag :)
Bis bald ihr Sommerkinder :)
| Stillleben am Abend |










