Donnerstag, 22. August 2013

Campst du noch oder frierst du schon

Wir haben das Hinterland erreicht. Mal wieder. Soll heißen wir waren hier schon. Mit Hinterland ist nämlich die Region neben Brisbane gemeint. Im Landesinneren eben. Und Hinterland heißt hier wirklich Hinterland. Scheinbar gab es früher eine ganze Menge deutscher Siedler hier, die diesen Namen geprägt haben. Das würde auch all die deutsch klingenden Straßennamen erklären.

Jedenfalls sind wir wieder in den Bergen der Great Dividing Range - das ist die Bergkette von der wir vor einiger Zeit schon mal berichtet hatten. Wir hatten ja angekündigt, dass das Wissen abgefragt wird und wir hoffen ihr habt eure Hausaufgaben gemacht :)

Berge also. Das bedeutet kalt. Hardcorecamping quasi.

Mützenkauf war Pflicht

Nachts nähern wir uns der Frostgrenze, tagsüber werden wir für's Zittern dann aber wieder mit Sonne belohnt. Und nach wie vor mit viel Ruhe aufgrund wenig Gleichgesinntern. Bei der Kälte gibt es eben nur wenige, die so bekloppt sind und freiwillig in der Wildnis im Auto schlafen :)

Wintergefühle in Australien - wer hätte das gedacht...
Spekulatius zum Kaffee lässt Weihnachtsstimmung aufkommen :)

Wir genießen die Berglandschaft, die Aussichten und die Frühlingsblumen, die so langsam durchstarten. Die verheerenden Fluten Anfang des Jahres hatten somit doch ihre guten Seiten und sorgen jetzt für sattgrüne Wiesen mit lauter bunt blühenden Blümchen.

Neben all diesen tollen Großigkeiten freuen wir uns auch über Kleinigkeiten. Tiere zum Beispiel. So haben wir in dem Nationalpark, wo wir gestern nächtigten eine Kängurumama mit Baby im Beutel entdeckt.



Nachts kam uns ein Opposum besuchen. Und am nächsten Morgen durften wir bei Lagerfeuer und Frühstückscroissant dem Prachtleierschwanz lauschen. Ein Schelm wer jetzt Böses denkt, denn es handelt sich lediglich um eine Vogelart, die ein Meister der Nachahmung ist. Egal ob Gesänge anderer Vögel oder Geräusche der Wildnis - er imitiert alles was ihm zu Ohren kommt. An einem Campingplatz zählen zu den Geräuschen der Wildnis auch die, die die Menschen verursachen und somit lauschten wir heute Morgen nicht den üblichen Vogelgesängen sondern den Abwasch- und Kochgeräuschen die der Prachtleierschwanz imitierte. Sehr unterhaltsam :)

den Freund hier nannten wir liebevoll LSD-Spatz, denn neben
ihm erscheint der Kolibri eher phlegmatisch

Schlappohrkühe gibt's hier... und die scheinen ein sehr entspanntes
Leben zu haben, denn in Deutschland hab ich noch nie eine Kuh
mitten am Tag auf der Weide liegend schlafen sehen

Und Tobi's Geburtstag haben wir heut gefeiert. In kleinem Kreis. Sehr kleinem Kreis... eigentlich nur ein Strich, denn wir waren ja nur zu zweit :) Aber es war sehr schön  :)

und das war Tobi's Geburtstagskarte

Zudem haben wir Queensland hinter uns gelassen. Auf zu neuen Taten :)

bye bye Queensland... Hallo New South Wales :)

Sonntag, 18. August 2013

Brisbane in Bildern

In Noosaville hatten wir ein paar luxuriöse Tage und waren nach Sauna und Pool am Abend so ausgeflippt und haben nicht mal selbst gekocht :)
Und das obwohl wir einen ALDI entdeckt hatten. Jaha... ein Stückchen Heimat in der Ferne. Die Fliesen sind hier genauso ranziggelb, die Schlangen an der Kasse genauso lang und sogar der einzigartige muffige Geruch wurde auf geheimnisvolle Art und Weise importiert. Und auch hier schubsen sich die Senioren zweimal pro Woche im Kampf um neue Gartenstühle oder ähnliche Sonderangebote. Herrlich...
Irgendwann ging's aber zurück an den See, den wir so ins Herz geschlossen hatten. Es folgten 2 Wochen Sonnenschein, Bücherlesen, Schnitzen, Lagerfeuerrunden mit den Campernachbarn und Schwimmen im See. Weit und breit waren wir die Jüngsten, was bei einigen irgendwie den Beschützerinstinkt geweckt haben muss. Wir wurden lieb umsorgt mit selbst gefangenen Riesengarnelen, Spagetti zum Abendbrot, Trinkwasser und Kanus die wir uns ausleihen durften :)
Die Zivilisationsferne weckte auch wieder die Lust auf Stadtbesichtigungen und als sämtliche Essenvorräte aufgebraucht waren ging's nach Brisbane. Die Stadt und unsere Zeit mit ihr in Bildern:



die Skyline von Brisbane - lange haben wir keine Hochhäuser mehr gesehen


mit der Fähre haben wir uns von A nach B bringen lassen,
der Fluss schlängelt sich praktischerweise mitten durch die Stadt
 
kleine Häuser gab's... und große

alte Häuser gab's... und neue

die Architektur überraschte uns mit Vielfalt
 
 
 


eine Heilige, handgeschnitzt aus einem Stamm
 
die australische Tierwelt... Agamen findet man überall, sogar im Stadtzentrum


Enten ohne Ende


und die geliebten Spinnen

so sonnt sich Agame von Welt heute
 
Blechvögel waren auch vertreten



 
am letzten Abend haben wir mit unseren Gastgebern (die 2 links im Bild)
noch die Stadt unsicher gemacht... ihre Eltern hatten wir am See kennengelernt
und wir durften ihre Hauseinfahrt freundlicherweise als Parkplatz nutzen