Hier ist das Leben weniger westlich angehaucht und die einzigen Nicht-ni-Van, die es hier gibt, sind die Touristen.
Gleich am Flughafen fiel uns auf, dass wir definitiv in einer, sagen wir, ursrpünglichen Gegend gelandet sind.
| kein Jugendherberge, sondern ein Flughafen |
| und das ist das manuelle Gepäckband |
Dann ging's 3 Stunden quer über die Feldwege der Insel (asphaltierte Straßen gibt es nirgendwo) bis zu unserem Bungalow. Der war schon fast luxuriös, denn abends gab es richtigen Strom aus dem Generator.
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| Schlafzimmer, Restaurant, sanitäre Anlagen und Klo |
Schon auf dem Weg zu unserer Unterkunft fuhren wir über die kilometerweiten Aschefelder des Vulkans.
| Asche ohne Ende haben die hier |
Und abends am Bungalow konnten wir ihn grummeln und grollen hören. Und wenn die Lave hoch genug flog, sahen wir sogar das rote Leuchten. Ein mulmiges Gefühl paarte sich mit Faszination, v.a. wenn die Vorhänge unseres Bungalows von der Druckwelle der Explosionen weggepustet wurden. Erwähnt sei hier, dass der Vulkan mal locker 5km weit weg war.
Am nächsten Tag ging's also los. Pünktlich mit Sonnenaufgang und Vulkangrummeln um 6 aus'm Bett, zur großen Schnorchelrunde fahren und nachmittags auf zur langersehnten Vulkantour.
Eigentlich wollten wir mit unserem Guide hoch laufen, aber nachdem uns jemand unterwegs aufgesammelt hatte und uns bewusst wurde, wie weit der Weg gewesen wäre, waren wir ganz froh, dass wir nicht laufen mussten :)
Oben angekommen fehlten uns die Worte. Und das ziemlich die ganze Zeit, die wir auf dem Berg verbrachten. Das waren so in etwa zwei Stunden. Im Hellen hauten uns im wörtlichen Sinne nur die Explosionswellen vom Hocker. Na gut... Nicht nur die. Auch der Riesenkrater und der Fakt, dass die flüssige Lava aus vier und nicht nur einem Loch spruzt.
Im Dunkeln dagegen gab es ein solch spektakuläres Schauspiel, dass Fotos das ganze Ausmaß nur unzureichend darstellen können. Stellt euch all die schönen Feuerwerke vor, die ihr in eurem Leben schon gesehen habt. Die multipliziert ihr jetzt mit 87,3 und nehmt das Ergebnis noch einmal ins Quadrat. Dieses Ergebnis wiederum addiert ihr zu 295 und damit erhaltet ihr dann exakt ein Drittel der eigentlichen Schönheit dieses Naturschauspiels.
Ihr merkt schon, dass die Beschreibung eher schwierig ist, deswegen gibt's jetzt Fotos und ein Video. Bei jedem Knall sind alle Mädels übrigens immer kräftig zusammengezuckt - teilweise begleitet von quieken. Die Jungs hingegen haben gejubelt und den Berg angefeuert.
Mit diesem einzigartigen Erlebnis, einer 2 Stunden Wanderung im Tropenregen, einem sensationellen Abschlussschnorcheln und endlos vielen Eindrücken ging unser Vanuatu-Abenteuer nach 2 Wochen zu Ende.
Mit gemischten Gefühlen lassen wir dieses kleine Paradies also hinter uns. Zum einen behalten wir natürlich die beeindruckene Über- und Unterwasserwelt im Gedächtnis, die scheinbar grenzenlose Herzlichkeit der Menschen und das entspannte Leben.
Andererseits denken wir daran, dass vor allem auf Tanna versucht wird, möglichst viel Profit mit den Touristen zu machen, was die Freundlichkeit leider etwas in den Hintergrund rückte. Und - wie schon zu Beginn erwähnt - ist Vanuatu ein Entwicklungsland was noch einen weiten Weg vor sich hat.
Wir hoffen nur, dass Tourismus und westliche Einflüsse die so beeindruckende Kultur des Landes nicht zerstören.

Wie jetzt? Ihr wart 2 Stunden da? Und habt die ganze Zeit nicht geredet? Das halte ich für ein Gerücht, besonders was dich betrifft, Maria. :D
AntwortenLöschenAber echt... voll cool. Einen aktiven Vulkan sieht man nicht alle Tage.