Es ist Donnerstag. Treff um 8 an der Bootsrampe. Voller Vorfreude starten wir mit noch etwa 15 anderen und der Crew gen Riff. Die Stimmung ist fantastisch. Unsere 5 Betreuer geben alles, um uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Das ganze wird mit einer Lockerheit angegangen, die man wahrscheinlich zwangsläufig entwickelt, wenn der Großteil des Arbeitstages aus Schnorcheln besteht :) Wir wurden anfangs also auf äußerst unterhaltsame Art mit allen nötigen Infos gefüttert, bevor der Startschuss zum ersten Schnorchelgang fiel. Der bot uns Korallenstöcke in der Größe unseres Autos und eine Artenvielfalt, die einen umhaut. So viele verschiedene Tierchen auf so wenigen Quadratmetern… Riesenkugelfische gab’s und Seesterne und Seegurken und dann all die bunten Fische, die man sonst nur aus dem Aquarium kennt. Es folgte Frühstück an Bord :)
| sehr anschauliche Sicherheitsbelehrung mit Playmobil |
| Ninjas :) |
Anschließend fuhren wir zur Riffkante, um auf’s offene Meer zu gelangen. Das Suchflugzeug hatte bereits die ersten Walhaie entdeckt und wir wollten so schnell wie möglich hin. Der Seegang war herrlich ruhig, das Wasser tiefblau und klar. Sonnenschein und perfekte Sichtverhältnisse. Als hätten wir’s alles dazu gebucht… Keine 10 Minuten später fanden wir uns im Wasser wieder. Kopf untertauchen und Augen geradeaus… Da kam er - unser erster Walhai! 5m Fisch schwimmen auf dich zu. Begleitet von einigen freundlichen Putzerfischen an seinem Bauch. Das geschlossene Riesenmaul vermittelt ein wenig den Eindruck eines zufriedenen Grinsens. Das geöffnete Riesenmaul dagegen macht es dir schwer, dich zwischen Angst und Faszination zu entscheiden. Wir blicken ihm frontal entgegen. Die Bewegungen der Schwanzflosse wirken durchaus gemächlich, aber allein aufgrund der Größe selbiger kommt er schneller voran als erwartet. Wenn du auf Kollisionskurs bist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass der Hai abdrehen würde, wenn er dich sieht. Nein. Er hält drauf. Es bedarf ein paar kräftiger Flossenschläge, um ihm den Weg frei zu machen und noch wesentlich mehr, um eine Zeit lang an der Seite des Giganten zu bleiben. Wenn du es aber schaffst, kannst du dich von seiner vollen Erscheinung verzaubern lassen. Es war ein Erlebnis, was sich recht schwer in Worte fassen lässt. Überwältigend. Beeindruckend. Unreal.
Wir hatten gestern die Chance fünfmal mit insgesamt vier verschiedenen Haien zu schwimmen und es wird unvergesslich bleiben. Der Größte war etwa 8m lang.
Noch überflutet von Eindrücken war der Schnorchelgang der danach folgte eher Kür als Pflicht. Entspannt nach einem ausgiebigen Mittag ließen wir uns - wieder in der Lagune - ins Wasser gleiten, um die Unterwasserwelt ein letztes Mal für diesen Tag zu bewundern. Der auf dem Sandboden liegende Rochen mit ca. 2,5m Durchmesser war dabei unser Highlight!
Nicht weniger beeindruckend als die Walhaie war übrigens der Buckelwal, der in einiger Entfernung zum Boot aus dem Wasser lugte.

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