Freitag, 17. Mai 2013

Bandar Seri Bega-was?

Kuala Lumpur... unsere letzten Tage dort unterschieden sich von den ersten nur wenig. Der chaotische Eindruck bleibt :) Wir haben Chinatown noch einen Besuch abgestattet und uns den Art Deco Central Market angeschaut. Bekannt ist er als "Pasar Seni", was soviel heißt wie Kunst-Markt. In der Tat gab es zauberhafte regionale Kunst und mindestens genauso viele Souvenir-Shops und Fressstände :) Mit unserer zweiten Gastgeberin verbrachten wir einen Abend im "Goldenen Dreieck" - die Dresdner Neustadt von Kuala Lumpur. Feiern könn' se hier, soviel steht fest, denn vor um 4 geht keiner heim (außer natürlich die wohlerzogenen Deutschen)

Unser letzter Tag setzte dem Aufenthalt das Krönchen auf - wir irrten durch die Stadt auf der Suche nach der Nationalmoschee. Beschilderung wird hier durchaus recht klein geschrieben, manchmal quasi gar nicht... Was soviel heißt wie: wir haben etwa 1 Stunde lang versucht, einen Weg zur Moschee zu finden, um dann vor deren Tür festzustellen, dass sie für die nächsten 2 Stunden für Touristen geschlossen ist. Supi... Spontan wie wir sind wollten wir uns stattdessen die Wassergärten anschauen. Auch hier super ausgeschildert.... quasi gar nicht... Gefunden haben wir sie trotzdem, aber als wir drin waren, war der Ausgang weg und Schilder die auf selbigen hindeuten könnten, waren auch - richtig - nicht vorhanden :) Wir möchten kurz daran erinnern, dass gefühlte 270 Prozent Luftfeuchte bei 56°C herrschen. Entnervt haben wir also irgendwann aufgegeben und das erstbeste Taxi zurück in die Stadt genommen, um Käffchen zu trinken :)

Und schwupp - jetzt sitzen wir schon in Brunei! Es geht auf kurze Bildungsreise, denn die meisten kennen Brunei vielleicht nicht:
Brunei ist ein kleines Ölsultanat, gelegen auf Borneo, also grob gesagt zwischen Australien und China. Wenn wir von klein sprechen, dann meinen wir klein: ungefähr 1/3 von Sachsen oder anders gesagt - 1,5 Autostunden und du bist durch. 400.000 Einwohner vergnügen sich hier tagtäglich bei tropischem Wetter. Dabei können die Menschen hier mit Stolz von sich behaupten einen der höchsten Lebensstandards weltweit zu haben - durchschnittliche Lebenserwartung von 76 Jahren, Renten für alle, kostenloses Bildungs- und Gesundheitssystem, subventionierte Häuser, Autos und sogar Pilgerreisen nach Mekka. Es gibt keine Einkommenssteuer, kurze Arbeitswochen und eine geringe Kriminalitätsrate. So lässt sich's leben. Sehr ruhig ist es hier also und gegen Langeweile gibt es etliche Freizeitaktivitäten - kostenlos natürlich. Brunei's Sultan ist weltweit einer der reichsten Männer und regiert als absoluter Monarch - er ist gleichzeitig Premier-, Verteidigungs- und Finanzminister. Kurz gesagt - ohne seine Zustimmung läuft nix.
Die Hauptstadt ist Bandar Seri Begawan und der eigentlich Grund warum ich hierher wollte - weil's so witzig klingt :)


ein Küken in Bandar Seri Begawan
Wir hatten der Hauptstadt vorerst nur einen kurzen Besuch abgestattet (der lange folgt vor'm Rückflug), bevor wir mit unserem Couchsurfing-Gastgeber-Pärchen einmal quer durch's Land nach Kuala Belait gefahren sind. Dort genießen wir jetzt Land und Leute, gutes Essen und planen den weiteren Reiseverlauf. Das ist gar nicht so einfach, denn die Infrastruktur versteckt sich ganz gern vor'm deutschen Touristen. Öffentliche Verkehrsmittel beschränken sich auf Taxis oder Busse, die hin und wieder fahren. Manchmal fahren sie pünktlich, manchmal eben nicht und manchmal vielleicht gar nicht. Vorraussetzung für eine Busfahrt ist wie in allen Ländern auch die Haltestelle. Die ist ein etwas scheues Wesen und wechselt stetig ihr Aussehen -  mal erkennbar durch schwarz-weiße Streifen, mal durch ein gelbes Dreieck oder auch durch ein Häuschen, manchmal aber auch ganz ohne erkennbare Kennzeichnung.

Wenn wir dann doch noch einen Bus finden, geht's erstmal wieder nach Malaysia - wir wollen noch Äffchen streicheln :)




so tolle bunte Häuser


Wassertaxis

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