Und weiter geht's...
Am 20.1. begaben wir uns auf große Wanderung - in meinen Augen. Offiziell war's nur 'ne Stunde hin und zurück :) Es ging zum Sugar Loaf Rock an der Westseite des Kaps. Schön war's. Man gewöhnt sich erstaunlich schnell an den Anblick von azurblauem Wasser mit beeindruckenden Steinformationen rundherum... Weiter ging's danach zur Bunker Bay, einer noch viel beeindruckenderen Bucht an der Ostseite. Gigantisch!!! Leider haben wir die Beweisfotos vergessen, aber die Bucht war links eingerahmt von einer Sandsteinklippe und rechts von einem steinigen Steinvorsprung von dem man prima Angeln konnte. Tobi und ich waren nochmal schnorcheln - lief diesmal supi und wir haben direkt 2 Meter vom Strand entfernt Riesenfische entdeckt, die sich beim darauffolgenden Angelversuch allerdings blitzschnell in Heringe verwandelt hatten, die Biester :)
21.1. - ein Schlaraffenlandtag! Vielleicht hatten wir es noch nicht erwähnt, aber die Margaret River Region, in welche wir uns an jenem Tag begaben, ist bekannt für ihre Weine und diverse andere Fabriken. Und all das leckere Zeug konnten auch wir natürlich nicht ungenutzt verkommen lassen, also starteten wir früh schon zur Eisfabrik, um uns dort das erste Mal den Bauch vollzuschlagen. Weiter ging's zur Töpferei und Winzerei. Kunst genießen und Wein verkosten. Eine herrliche Kombination :) Wir beschlossen an dieser Stelle, die Fresserei für den Moment ruhen zu lassen und uns lieber noch ein bisschen der Natur zu widmen. Demzufolge hieß es "Auf zu den Canal Rocks"! Eine Steinformation, die, wie der Name schon verrät, dank Wasser und Wind zum Kanal geformt wurde, durch den jetzt noch immer Wasser und Wind durchplautzen. Wirklich toll anzusehen. Vor allem auch die Bucht dahinter und der Smith's Strand ein paar Meter weiter. Dort sind wir nochmal in die Wellen gehüpft und haben unsere Bäuche in die Sonne gehalten, bevor es dann zur nächsten Weinverkostung und dem anschließenden Besuch der SCHOKOLADENFABRIK ging :) *nom nom nom* Unser Nachtlager war der umwerfende Honeycombs Strand, welchen wir ganz für uns allein hatten. Riesenwellen!!! Auch etwas, für das die Region weltweit bekannt ist - ein Surferparadies! :)
Der 22.1. war dann der nächste Fresstag, welcher gestartet wurde mit einem Brauereibesuch, welche allerdings noch geschlossen hatte. Nun... zumindest das Anwesen war lecker anzusehen. Es folgte die nächste Schokoladenfabrik, anschließend wieder eine Winzerei, dann ein Likörshop und im Anschluss noch eine Nuss- und Cerealienfabrik sowie eine Molkerei und ein Candyshop (dieser dann schon im beschaulichen unaussprechlichen Örtchen Cowaramup) - nicht zu vergessen: überall gibt es Verkostungen!!! :)
Nachdem wir einen durchaus schönen Campingpark als Nachtlager gefunden und mit unseren Platznachbarn Gundi und Uwe aus Torgau Schwätzchen gehalten hatten, ging es los zu Lydi's letztem Geburtstagsgeschenk: ein Kinobesuch! Nicht irgendein Kino, denn das hätten wir ja auch in Dresden haben können. Nein! Für unsere Lydi haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und uns für ein Open-Air-Kino entschieden. Schön gelegen auf einem Weingut, eingerahmt von Weinbergen mit einem nicht zu verachtenden Sonnenuntergang! Standesgemäß eben, wie es sich für einen Löwen gehört! Kurzum - der Cape Mentelle Vineyard war unser Ziel und zu sehen gab es ARGO, ein sehr empfehlenswerter Streifen! Zähnegeputzt wurde danach übrigens mit unseren Freunden, den Kängurus. Vor'm Campingklo. Australien halt! :)
23.1. Fast ein bisschen unspektakulär, wenn man sich die letzten Tage anschaut. Naja... wir wollen euch ja aber nichts vorenthalten, deswegen: Wir haben das hübsche Örtchen Margaret River unsicher gemacht und Käffchen getrunken. Danach wurde das Cape Freycinet noch von Ferne bestaunt und genächtigt wurde mitten im Wald des Leeuwin Nationalparks. Umgeben von Vögeln, Spinnen und sicher ein paar giftigen Tieren, jedoch auch von den berühmten Karri-Bäumen, welche doch recht stattliche Größen erreichen können. Dazu gleich mehr...
24.1. Die Tage rasen an uns vorbei. Zwei Wochen sind wir nun schon fast unterwegs und jegliches Zeitgefühl haben wir abgelegt. Der Tag startete im Wald, erstaunlicherweise an exakt der gleichen Stelle, an welcher wir uns am Vorabend nach einem Fläschchen regionalem Wein gebettet hatten. Nach gründlichem Frühstück (Gott sei Dank!) machten wir uns auf den kurzen Weg zum Strand... zu Fuß... Wir hätten uns daran erinnern müssen, wie oft uns unsere kleine Landkarte der Region schon reingelegt hatte. Möchte mal wissen, ob die hier schon mal was von Maßstab gehört haben. Aus dem kurzen Stückchen wurde jedenfalls ein 2-Stunden-Marsch voller Freude, Erwartungen, unebenem Sandboden, Hügeln, Bergen, Gefälle, Sand im Schuh (wo ich doch Sand so mag) und einer Lydi, die permanent und ganz tapfer motivierende Worte auf den Lippen hatte, obwohl das Maria'sche Geningel genauso endlos schien, wie der eigentliche Weg. Und auch Tobi hat ganz ausdauernd Weg und Genöhle ertragen, bis wir schlussendlich von einem Traumstrand belohnt wurden, um gleich darauf den Rückweg anzutreten, denn Wasser hatten wir für das "Stück" gar nicht erst mitgenommen :) So im Nachhinein betrachtet war's aber doch wirklich schön :)
Nächster Stop war Hamelin Bay - der nächste Traumstrand, an welchen man wunderbar touri-gerecht auch mit'm Auto ranfahren konnte :) Dort gab es Wildlife pur - auch für uns! Wenn wir schon keine Wale sehen... Direkt - und damit meinen wir DIREKT - am Strand schwimmen nämlich haufenweise Rochen. Grofle, kleine, graue, schwarze, mit Stachel und ohne, ... und die winken, wenn sie an dir vorbeischweben... und wenn kein Ranger guckt, kann man sich mal bücken und die Hand hinhalten, in der Hoffnung, dass sie an dir vorbeipatschen. Hat funktioniert - sind ungefähr so glitschig wie Quallen :)
Am gleichen Tag noch ging's bis ans Südkap in Augusta, eine ebenso verschlafene Stadt, die ohne den Tourismus wohl nicht mal auf der Landkarte erscheinen würde... Dort haben wir den nächsten Leuchtturm begutachtet - diesmal nur von außen. Stattdessen sind wir - ganz Abenteurer-like - auf den großen Steinformationen davor rumgekrackselt. Das hat gefetzt! :)
25.1. oder umgangssprachlich - heute! :) Nach einer erneuten Nacht in der beeindruckenden Pampa von Westaustralien ging's heut ein ganzes Stück voran. Halt machten wir im Beedelup Nationalpark, um den dortigen Wasserfall zu bestaunen. Ha ha! Trockene Sommerzeit! Also kein Wasserfall, sondern eher ein Rinnsal. Aber auch wieder ganz viele Karri-Bäume. Und sogar ein richtig richtig großer, durch den man durchlaufen kann. 75m hoch und 2,4m Durchmesser. Für den Anfang doch gar nicht mal so schlecht (weiter südlich erwarten uns noch mehr Giganten)...
Jetzt sitzen wir in der Weltmetropole Pemberton, mit ihren sagenhaften 1400 Einwohnern, einer Hauptstraße, einer Bäckerei und auch sonst steppt hier so richtig der Bär... Nun ja... Ihr bekommt erstmal Fotos und von den nächsten Abenteuern lest ihr bald :)
Allerliebste Grüße, eure drei Ossis aus OZ
| die 3 vom Karri-Baum |
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| Leeuwin-Lighthouse |

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