Unser Mercedes hat uns in knapp 1,5 Jahren fast 35.000km weit gebracht, was uns um die 4000$ Sprit gekostet hat. Wir haben in 34 verschiedenen Betten geschlafen und mit unendlich vielen Sonnenstunden unsere Hautalterung gründlich voran getrieben.
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| ein kleiner Überblick über die Vielfalt australischer Straßenschilder |
Nachdem wir Anfang November ein paar schöne Tage in Albany hatten, sind wir mit Matze nach Perth gefahren, um dort unsere letzten vier Wochen anzutreten. Wir arbeiteten die verbliebenen Punkte auf unserer imaginären to-do-Liste ab: Kunstgallerie, Museum, Penguin Island (leider ohne Pinguine), Radtour in die Stadt (inkl. Essen im indischen Restaurant, welches uns Claudi&Micha letztes Jahr empfohlen hatten) und ganz viel Kaffee trinken :)
| endlich ein Foto: das blaue Haus vom Swan River |
Mein Bruder hat uns dann vor 2 Wochen den Rücken gekehrt und ist zurück zur Ostküste gedüst.
Tobi und ich vertrieben uns die Zeit mit etlichen Abendessen bei Freunden, Strand, Strand, Strand und organisatorischem Krimskrams.
Wir gaben unser Auto in vier liebevolle Hände von zwei hochmotivierten deutschen Reisenden.
Natürlich nicht ohne uns vorher radikal von allem angesammelten Ramsch zu trennen. Zum Schluss passte tatsächlich alles wieder in unsere zwei Rucksäcke und brachte überraschenderweise weniger auf die Waage als bei unserer Ankunft letztes Jahr :)
| vorher |
| nachher |
Gestern dann haben wir Perth den Rücken gekehrt, mit genauso viel Abschiedstränen und Vorfreude wie bei unserer Abreise im April 2012. Ich erinnere mich mit Erstaunen an die Worte einer ehemaligen Patientin: "Sie werden auf dem Hinflug heulen und auf dem Rückflug."
Um den einen Tag Aufenthalt in Kuala Lumpur so angenehm wie möglich zu machen, hat Tobi uns übrigens ein wunderhübsches Bed&Breakfast gebucht. Da haben wir heute den kompletten Tag am Pool verbracht.
Jetzt kann der deutsche Winter kommen :)
Abschließen möchten wir mit einem wunderschönen Gedicht, welches uns in Gedanken durch ganz Australien begleitet hat:
Langsamer Tanz...
Hast Du je Kindern
auf einem Karussell zugeschaut?
Oder zugehört,
wenn der Regen auf den Boden klatscht?
Bist Du jemals dem unberechenbaren Flug
eines Schmetterlings gefolgt?
Oder hast durch die verblassende Nacht
in die Sonne geschaut?
Mach lieber langsam.
Tanze nicht so schnell.
Die Zeit ist kurz.
Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.
Rennst Du durch jeden Tag wie im Fluge?
Wenn Du jemanden fragst:
Wie geht es Dir?
Hörst du auf die Antwort?
Wenn der Tag vorüber ist,
Liegst Du dann im Bett
Und die nächsten hundert Pflichten
Gehen Dir schon durch den Kopf?
Mach lieber langsam.
Tanze nicht so schnell.
Die Zeit ist kurz.
Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.
Hast Du je zu Deinem Kind gesagt:
das machen wir morgen?
Und in Deiner Hast
nicht seinen Kummer gesehen?
Jemals den Kontakt verloren
und eine echte Freundschaft einschlafen lassen,
Weil Du nie die Zeit hattest,
anzurufen und Hallo zu sagen?
Mach lieber langsam.
Tanze nicht so schnell.
Die Zeit ist kurz.
Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.
Wenn Du so schnell rennst,
um irgendwohin zu kommen,
kannst Du den Weg
dorthin nicht geniessen.
Wenn Du voller Sorgen
durch den Tag hetzt,
dann ist das so,
als würdest Du ein ungeöffnetes Geschenk wegwerfen.
Das Leben ist kein Wettrennen.
Lass es langsamer angehen.
Höre die Musik, bevor das Lied vorüber ist.
David L. Weatherford

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