Dienstag, 8. Mai 2012

Guten Tag Alltag!

Einige hatten vielleicht schon Angst, aber keine Sorge - wir leben noch. Es hat diesmal etwas länger gedauert, aber nun gibt's neuen Lesestoff.
Inzwischen durften wir ein paar Höhenflüge aber auch einige Tiefschläge miterleben und machen so nach und nach recht wertvolle Erfahrungen: beispielsweise sind Zusagen hierzulande nicht gleich Zusagen, sondern eher unverbindliche Angebote, wo man erstmal guckt, ob sich was festes ergeben wird. Vor allem hinsichtlich unserer Jobsuche eine eher negative Erfahrung.


Obwohl dies nie unser Wunsch spielt das Geld hier weiterhin 'ne enorme Rolle. Wie wir vielleicht schon hin und wieder erwähnt hatten, ist alles recht teuer. Inzwischen haben wir drei Putzjobs mit denen wir zumindest die laufenden Kosten decken können. An Sparen für's Weiterreisen ist jedoch noch nicht zu denken.
Die Jobs an sich sind aber grandios. Wir sind jeweils bei ganz lieben Mittvierziger-Damen gelandet, die mit ihren Familien in gigantischen Häusern leben und uns meist mit Kaffee, Tee und Infos zu Stadt, Land und Leuten versorgen.
Nichtsdestotrotz suchen wir weiter nach Arbeit - ich eher bei den Ergos und all dem anderen sozialen Zeug (Nanny, Betreuung älterer Menschen, ...). Und Tobi bei sämtlichen Einrichtungen, die Grünzeug vertreiben, anbauen, wegreißen oder sonstiges damit anstellen. Auch Kellner und Verkäufer wird inzwischen von uns in Betracht gezogen.
Um die Freude nicht zu verlieren, schaffen wir uns regelmäßig kleine Highlights, dazu zählt inzwischen auch das in Deutschland so selbstverständliche Stück Kuchen zum Kaffee, dass uns jedes Mal ein kleines Vermögen kostet :) Trotz der gepfefferten Preise haben wir inzwischen aber einen guten Mittelweg gefunden zwischen Mangelernährung und leerem Portemonnaie. Ganz interessant dabei: sämtliche Preise beim Einkaufen sind wunderbar unrund - mit 'ner 3 am Ende oder 'ner 9, wie in Deutschland eben. Allerdings ist die kleinste Münzen hier die 5-Cent-Münze, weshalb stets aufgerundet wird beim Bezahlen, ob man will oder nicht :)


Neben der Jobsuche kostet uns auch unser kleiner Regenbogen-Van einiges an Nerven. Die Registrierung in dem Bundesstaat wo wir gerade rumleben funktioniert leider nicht ohne Weiteres. Es sind einige sehr kostenintensive Reparaturen nötig, weshalb wir ziemliche Rennereien haben. Momentan steht auch die Idee im Raum, den Guten wieder zu verkaufen... Auch wenn wir ihn inzwischen mit einigen neckischen Kleinigkeiten aus IKEA & Co. recht wohnlich gemacht haben.


So langsam macht sich hier übrigens der Herbst breit: mit Wahnsinns-Stürmen und Riesenwellen und Regen, der dank Wind parallel zum Boden fliegen kann :) Das macht das Wäschetrocknen jedes Mal zu einer Herausforderung, weil der Waschküchenduft im Van auf Dauer etwas unangenehm wird. Auch Kochen gestaltet sich dabei nicht ganz so einfach. Tobi's erster Indoor-Kochversuch mit 'nem Gaskocher endete mit einer kleinen Stichflamme und einer flüchtenden Maria :) Zum Glück ist alles gut gegangen, aber der Schreck war groß und das Drinnenkochen damit gestrichen.
Falls dann doch mal gutes Wetter ist und Freizeit auf'm Plan steht, geht Tobi Joggen oder mit den Wellen kämpfen. Manchmal gehen wir auch beide schwimmen, das findet aber wetterbedingt inzwischen eher selten statt. Und ich gehe ab heute Abend für die nächsten zehn Wochen jeden Dienstag zum Yoga :)
Leutegucken steht auch oft ganz oben auf der Beschäftigungsliste: Jeden Morgen und Abend, bei Wind und Wetter, kommen Millionen von Joggern und die Frauen reicher Männer mit ihren Hunden an unserem Parkplatz vorbei. Ein Schauspiel :) Aber ganz tolle Hunde gibt's hier, das muss man sagen.


Zu unserer Freude hatten wir bis gestern supernette Leipziger als Nachbarn: Claudi und Micha. Falls jemand gucken möchte, wer das war: http://rumreisen.videospieltrieb.de/
Somit wurde die vergangene Woche wesentlich geselliger und die Abende bestanden oft aus Kochen, Wein trinken (der Gute aus'm Karton), Spielen oder Pizza verputzen. Wir waren gemeinsam lecker Fish'n'Chips essen, ein Bierchen in der "Little Creatures"-Brauerei am Hafen von Fremantle trinken und danach noch 'n Eis mampfen - richtig Fettlebe also für uns Ossis :) Außerdem konnte man praktischerweise die nebeneinander geparkten Vans zum Wäscheleine befestigen nutzen. Und das "Mit'm-Kanister-Auftanken" des restlos leer gefahrenen Vans beim Besuch in Fremantle war zu viert auch gleich viel lustiger :)


Weitere Fotos werden nachgereicht, sobald neue entstanden sind :)




Alternativ-Tanken :)

2 Kommentare:

  1. auch kleine Tiefschläge müssen sein ,da gehts hinterher wieder bergauf.Maria soll unbedingt was in Ergo machen,das kann sie am besten.Vielen Dank für die Karte.Die Freude war sehr groß.Mario und Barbara

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    1. Das freut mich zu hören :) Ich hoffe, Sie halten die Stellung in der Heimat und genießen fleißig das Eula-Eis bei Sonnenschein :) Beste Grüße

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